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Wo der Sekt bleibt — Offenherzigkeiten
wo der Sekt bleibt
Gott, geht's uns herrlich nach dem Krieg! Wir schlemmten zwar vorm Kriege auch, Doch nicht wie jetzt. Erschreckend stieg, Klagt Mojes, unser Sektverbrauch.
Deutschland, so rief er voll Verdruß, Verknallt statt sechs Millionen fast Das Doppelte! Und dieses Plus Fällt den Parteien rechts zur Last.
Wohin die Schar der Pullen schwand, Er hat's im Reichstag aufgedeckt: Die Kleinrentner, der Mittelstand, Die Professoren saufen Sekt!
Von diesen wird das schöne Moos, Das sie dem Volke abgeluchst, Ruch-, cmstands- und erbarmungslos In Bars und Cabarets verjuxt.
Sie haben wie ein durst'ger Schwamm Die ganze Produktion verkneipt, So daß für den Kurfürstendamm Kein einziger Provpen übrig bleibt.
Sie schlürfen gern — weshalb denn nicht? - Den Phantasie-Champagner ein. Wer längst auf Moselwein Verzicht Geleistet, trinkt jetzt Moseswein. ^aw
Offenherzigkeiten
Die Grafen Cagliostro und Aternberg
Vor dem großen französischer Umsturz, der bekanntlich eine neue Menschheit gebar, mußten die Hochstapler, um erfolgreich zu sein, nicht unbeträchtlich viel Geist ausbringen. So verrottet und fluchbeladen das System der Louis auch gewesen sein mag, seine Träger oder doch wenigstens seine Nutznießer waren oft äußerordentlich intelligente Bestien, und ohne Intelligenz war ihnen schlecht beizukommen. Alle die großen Affären jener Zeit sind mit Geist oder doch mit Schlauheit gedeichselt worden,' die Cagliostro, St, Germain und Genossen Pflegten ihn hier nicht auszuschalten. Wir Heutigen sind schlichtere Naturen. Gewiß kann das sncien r^Zirne hinsichtlich der Zahl und der Frechheit seiner Gauner es nicht annähernd mit uns aufnehmen, und nun gar die von überstrengen Spießbürgern beherrschte Nobespierre-Ncvolution hat' den Spitzbuben jeden Kalibers das Leben so sauer gemacht, daß unsere Gegenwartshalunken im Vergleiche damit