Reichsspiegel
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Die hauptsächlichste Stütze der Berliner Regierung bildete hier außer den Preußischen Beamten die Arbeiterbevölkerung, unter der sich besonders d,e Propaganda der Mehrheitssozialisten bemerkbar mache. Weit mehr Erfolg habe jedoch noch die Propaganda der Kommunisten. Es konnte sem, dan dies Bewegung, die keineswegs zugunsten Preußens angezettelt sei. eme gewisse Ausdehnung gewinnen könne, so daß die alliierten Besatzungstruppen energisch Zur Wiederherstellung der Ordnung einzuschreiten genötigt sem wurden, vummt man hierzu die nichtswürdige Lügenmeldung, daß (auf Antrieb der preußi chen Regierung) gerade ein Kommunist Dorten habe ermorden wollen, so ist WM die Frage berechtigt, ob nicht Frankreich einen kommunistischen Putsch hervor. Zurufen im Begriff steht, der Anlaß zur Ausdehnung der Machtbefugnisse der Besetzungsarmee und weiterer Knebelung aller deutschen Elemente bieten wurde.
Menemus
Reichsspiegel.
Die Eittentearbeit im besetzten Gebiet. Schwarz auf weiß haben kürzlich die deutschen heituugsleser gesehen, daß die preußischen Minister „hochbefriedigtl' von ihrer Rheinlandreiss zurückgekehrt sind. Schwarz auf weiß mußten dieselben Blätter tciciS darauf die Reden Millerands und Tardieus brmgen, die erneut kräftiger denn ie die Rheingrenze als Gegengabe für ihr sogenanntes „Entgegen- kommen" in der Auslieferungsfrage forderten. Selbst dem blödesten Auge mußte und muß mit dieser Gegmüberstellung klar werden, wie tief die Wurzeln der sogenannten Rheinlandfrage in das ganze Gebiet der Innen- und Außenpolit k d°s Reiches und Preußens hineinragen. So tief, daß weder einzelner Mm ste^- besuch uoch die schönsten Versprechungen sie tilgen tonnen. Mit der B setzung von Metz und Straßburg - das kann nie genug betont werden - beheu chen 5"e Franzosen aufs neue ganz Süd- und Westdeutschland, und ungestört marsckiieren Hre Propagandatruppen, die sich fünf Jahrzehute lang fast wigestort m Elsaß und Lothringen zu nenen Taten ausbilden konnten, ins rheinische Land. Setzten die Amerikaner und Engländer den wirtschaftlichen und kulturellen Lockungen der Welschen zunächst einen'gewissen Widerstand entgegen, so ist dieser selbst schon ^ngft im Kampf der britischen Außenpolitik dahingesunken. Zuaestandmsse m Persien und Mesopotamien gaben den französischen Helfershelfern, den Anhang rn Dortens, freie Bahn bis tief hinunter in die vierte von Belgien besetzte Zone, bis hinunter nach Neuß und Mörs. . ^ ^, . . --
Am gefährlichsten ist zweifellos bei diesem unmittelbaren Vordringen die wirtschaftliche Miniera/beit. die Grund- ynd Boden-Aktien i.^ m srheinischen Kapitalisten langsam und stetig m ftemde Hände ub^ wert wir in dieser Beziehung überhaupt noch von 'Ä scher Ei^^ Fabriken und von deutschen Werken sprechen können, weiß ^ ^ "
Berlin zum wenigsten hat man es bis heilte im Zeitalter des Staatswissenschaft noch nicht für nötig befunden irgend eme Zu °ll der Verkäufe zu machen, die offen und rmgestor sich ^rundbuchr cht^ der Börse und dem freien Handel tagtäglich vollziehen H^ dleser wirtschaftlichen Durchdringung geht eme skn'Mos° ^ paganda. die mit ungcheureu Kosten die ganzen RWnlande im f^ Geiste zu überschwemmen sucht. Französische Buchhandlungen v ^ Sugl.ch. Leselust und Wissenshnnger vor allem des deutschen Mittels regen. Neben der sehr ernsthaft zn nehmenden »s°nderbimdfe^ Post" der Engländer wird von Mainz aus das .^li« 6u ^ Wien iraneals cles pavs rkenans", verbreitet. ,.l.e Knin illustre' „Der Nh m wr Bild", bringt wöchentlich in deutschem uud französischem Text mtt voizug- luhen Bildern das Gift der Verwelschung. die Lockungen zu einem Bolkerbunv. u? dem das Rheinland die entscheidende, völkerverbindende Rolle spulen lou. i i dle Massen. Die Kölner Sonderbündler unterstützen diese Bewegung offen mir der von Smeets herausgegebenen, der U, S. P. nahestehenden 'Memi chen ^te- publik". sowie mit dem Organ des gewiegten Publizisten Karl Hauptmann,
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