Der Marquis von (Larabas
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ans Werk geht, muß das Erdreich vorbereitet und gelockert werden, worin die neuen Ideen keimen sollen, muß durch die Kunst, die das Hohe im Gewände des Einfachen ist, unter allen Stünden eine Atmosphäre der Verständigung geschaffen werden. Zu dieser Arbeit bedeuten die Werke Thackerays einige Bausteine. Als einer der Gebildetsten der Nation hatte er die Mittel, fremde Bildung in sich aufzunehmen und das in seiner Art für England zu tun, was der allumfassende Geist Goethes für Deutschland geleistet hat. Alle scheinbar widersprechenden Züge in seinem Charakter, seine Auflehnung gegen die Romantiker, der Satiriker und der Moralist, das unsicher Tastende in seinem Wesen sehen sich anders an, wenn man es in diesem Lichte betrachtet — im Lichte zweier Kulturen, die ineinander übergehen.
Es konnte nicht fehlen, daß ein solcher Geist und ein solches Unternehmen Widersacher fanden. Wie Goethe ist Thackeray von den verschiedensten Stand- Punkten aus beurteilt und verurteilt worden: als Zyniker gebrandmarkt, als Höfling der Verachtung anheimgegeben worden. Er galt als ein Voltairischer Geist, ein Verbreiter der Skepsis, ein Verfechter des Kant, als ein Ungläubiger, und die berühmte Apostrophe Alfred de Mnssets fällt auch zum Teil auf ihn. Ich habe eingangs von den schöpferischen Geistern gesprochen: ein solcher war Thackeray nicht. Wir verdanken ihm keine neuen Gedanken, er hatte nicht den Funken, der mächtig in die Brust der Menschen fällt, nicht den Zanbcrstab, bei dessen Berührung ein frischer Quell aus dem tauben Gestein der Gewohnheit des Tages hervorspringt. Aber er trug dazu bei, daß, solange das Neue nicht vorhanden war, das Bestehende erhalten bleibe, und wurde damit zum Träger jenes zusammenfassenden Eklektizismus, worin die vornehmliche Arbeit einer gedeihlichen Kultur liegt. Er war mit einem Worte ein Goethischer Geist. _ A. hack mann
T>er Marquis von (Larabas
Roman von j?alle Rosenkrantz Zehntes Aar-itel
(worin Katt wieder die Moral berührt, während Jörgen Steenfeld, die unzusammengesetzte Natur, vemcihe unmoralisch ist, und worin, um allen Schandtaten die Krone aufzusetzen, Friedrich Nietzsche
zitiert wird, ausnahmsweise richtig)
s war zur Weihnachtszeit. Jörgen und Katt brachten das Fest einsam auf Steensgaard zu. Eine etwas trübselige Junggescllenweihnacht war es, ohne Christbaum oder dergleichen, nur mit der Bescherung der Leute und einigen guten Gaben verbunden. Sie saßen zur Abendzeit in der Bibliothek, wo vor ein paar Jahren Katt seinen Einzug gehalten hatte. Jörgen war stumm, ein wenig zerstreut, Katt trübselig, wie es einsame Menschen immer bei hohen Festen sind, die nur zur Freude derer bestehn, die sich einen Herd geschaffen haben. Sie nippten an ihren mit Wein