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Norddeutsche Küsten und Kriegshäfen : die Unterelbe und ihre Befestigung.
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station nach dem Jahdebusen überführen. Man vermöchte so ganz außer dem Bereich der feindlichen Kanonen zu Lande die Flotte auf einen Punkt zu concentriren. Wir verkennen nicht das Kühne und Ungewöhnliche dieses Planes; indessen ist die heutige Technik in präciser Bewegung schwerer Massen so weit vorgeschritten, daß die Schwierigkeiten durchaus nicht unüberwindlich erscheinen. Es werden ja auch jetzt schon große Panzerfregatten mit voller Armirung und Ausrüstung vom Boden eiserner Schwimmdocks getragen, und bei dem angeführten Project vertheilt sich die Last auf so viel Achsen und Räder bez. Berührungsstellen der letzteren mit den Schienen, daß das Pro­ject keineswegs als utopisch zu betrachten ist.

Aus Schleswig^Holstein.

December 1868.

Es traf sich günstig für mich, daß Sie meiner Correspondenz aus dem September d. I. auf dem Fuße einen Bericht aus Kiel über den Empfang König Wilhelm's in Schleswig-Holstein folgen lassen konnten. Der mit Absicht einseitig gewählte Gesichtspunkt, von dem aus ich Ihnen die neue Ordnung in den Herzogthümern zu charakterisiren versuchte, erhielt dadurch ausgleichendes Licht. Gerade das ist ja der ideellste und unzerstörbarste Be­ruf wahrhaften Königthums, daß es in der Vorstellung der Menschen über den Kämpfen und Irrungen der Zeit stehend und als Verkörperung der reinsten und unvergänglichsten Seite des Staats die Interessen der Ver­gangenheit wie der Zukunft umfassend die Gegensätze der Gegenwart aus­söhnt, den Widerstreit particularen Selbstrechts aufhebt in dem der Ge­sammtheit gewährleisteten öffentlichen Frieden. Und König Wilhelm müßte durch die rein menschlichen Eigenschaften seiner Person, Hoheit, Würde und Wohlwollen seines Wesens, wie durch ruhmreiche Thaten unter den leben­den Fürsten weniger ausgezeichnet sein, hätte er nicht auch in dieser neuen Provinz durch sein Erscheinen Herzen zu gewinnen und seines Regiments An­sehen fester zu begründen gewußt. Nach meinen Eindrücken trat diese Wirkung noch unendlich lebhafter, als in dem meist konventionellen Prunk und Auflauf städtischer Begrüßung überall da zu Tage, wo unser Landvolk heranströmte, um den neuen Landesherrn zu sehen und willkommen zu heißen. Ist erst die Generation von heute ausgestorben, die den Stachel verübter oder erlittener Unbillen im Herzen mit verbittertem Gemüth und unruhigem Gewissen nach Conflicten sucht und von der Feindschaft gegen Preußen lebt,