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Der vierte deutsche Handelstag. II .
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Mauern willkommen heißen. 1871, wenn nicht besondere Gründe frühere Berufung erheischen, wird der Handelstag wieder zusammentreten. Möchte bis dahin das Wort:Wir sind, eine Nation geworden" in dem Sinne verwirklicht sein, daß er seine Anträge einfach an das deutsche Reichsmini­sterium und an den deutschen Reichstag richten kann!l.

Literatur.

Christian Carl Josias Freiherr von Bunsen. Aus seinen Briefen und nach eigener Erinnerung geschildert von semer Wittwe. Deutsche Ausgabe Von Friedrich Nippold (Leipzig, F. A. Brockhaus 1863). Erster Band. Jugend­zeit und römische Wirksamkeit.

Die englische Ausgabe dieses interessanten biographischen Werkes ist in den Grenzboten so ausführlich besprochen worden, daß wir nur der Erweiterungen Erwäh­nung zu thun brauchen, welche die vorliegende durch Herrn Prof. Friedr. Nippold besorgte deutsche Bearbeitung erfahren hat. Was zunächst den eigentlichen Text anlangt, so ist derselbe von einer Reihe interessanter Noten aus dem reichen Schatz der Korre­spondenz Bunsen's begleitet worden und zwar aus Briefen des Frciherrn von Stein, Alexander's von Humboldt, Niebuhr's, des kölner Erzbischofs Grafen Spiegel, Platen's, Richard Rothe's u. f. w. Ferner hat der Herausgeber die Abschnitte, welche die Verhandlungen des preußischen Hofes mit der römischen Curie und den kölner Kirchenstreit anlangen, durch Nachträge aus Bunsen's Aufzeichnungen beträchtlich er­weitert und dadurch schätzenswerthe neue Beiträge zur Geschichte der dreißiger Jahre geliefert. Vollständig neu ist endlich der acht Bogen umfassende Anhang, welcher fünf Documente über die römischen Zustände zur Zeit der Bunsen'schen Gesandt­schaft und fünf Actenstücke über die preußischen Kirchenverhältnisse enthält. Es ge­nügt die Ueberschriften derselben zu nennen, um ihr Interesse zu charakterisiren: der Regierungswechsel vom 13. December 1823 (die Wahl Leo's XII. und der Sieg der jesuitischen Partei), das Leben des Ritters Jtalinsky, russischen Gesandten in Rom (eines Mannes, der sich vom Sohn eines armen kleinrussischen Popen zum Diplomaten und Freunde der ausgezeichnetsten Männer seiner Zeit emporgearbeitet hatte), Memorandum über Capaccini und dessen brüsseler Unterhandlungen vom Jahre 1828; über die im Kirchenstaat erforderlichen Reformen (1831) Denk­schrift über die gemischten Ehen (1828), über die Verhandlungen mit dem Erz- bischof Spiegel (1834), über die katholischen Angelegenheiten in den westlichen Pro­vinzen Preußens 1837, über die Conferenz mit dem Fürsten Metternich (Dec. 1837) u. f. w.- So viel von den Nachträgen welche der erste Band enthält. Der Veröffentlichung des zweiten Theils sehen wir mit um so größerem Interesse entgegen, als derselbe nicht nur die diplomatische sondern auch die schriftstellerisch­theologische Wirksamkeit Bunsen's zum Gegenstande haben wird und zu erwarten steht, daß der Herausgeber zu eingehender Beschäftigung mit den kirchlichen Zustän­den der vierziger und fünfziger Jahre reiche Veranlassung haben werde.

Verantwortliche Redacteure: Gustav Freytag u. Julius Eckardt. Verlag von F. L. Hcrbig. Druck von Hüthel Legler in Leipzig.