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doch nur Zeugniß für den ungemeincn, unauslöschlichen Eindruck, welchen diese einzige Persönlichkeit in den Jüngern und durch sie in der ganzen Menschheit zurückgelassen hat. W. Lang.
Die Katastrophe Hessens im napoleonischen Krieg.
Hessen spielte bekanntlich in dem großen Drama des letzten Krieges mit Frankreich eine ganz abgesonderte Rolle. Dem Regenten wie dem Volke war es versagt, selbstthätig nach irgendeiner Seite hin mit einzugreifen und so wurde einer der tüchtigsten deutschen Volksstämme, in welchem Patriotismus, Muth und Aufopferung reichlich zu finden sind, zu kläglichster Passivität verurtheilt, Dank deren er den harten Druck der übermüthigen Eroberer am empfindlichsten und am längsten ertragen mußte.
Der Hesse ist sprichwörtlich bekannt als der beste, tapferste, hingebcndste Soldat; aber bei keiner deutschen Truppe ist der Probierstein an all die guten Eigenschaften schärfer angesetzt worden, als bei der hessischen. Trotz der peinlichsten Situationen, der verführerischesten Anfechtungen, in die er gerieth, hat sich der hessische Kriegerstand bis auf den heutigen Tag musterhaft verhalte», nie ist er durch eigenes Verschulden mit einem Makel behaftet worden.
Was bei solcher Eigenschaft der hessische Soldat während der napoleonischen Herrschaft gelitten, kann nur der ermessen, der diese Zeit bis ins Einzelne zu würdigen weiß. Es drängt sich aber zunächst die Frage auf: wie sind die armen Hessen in jene Calamität hineingcrc>N,en und war es möglich, ihr zu entgehen? Würde unter anderen Umständen der leichtfertige Jerome König von Wcstphalen geworden sein und hätte er wohl seine luftige Negentenbude gerade im Herzen des Kattenlandes aufgeschlagen? Vom hessischen Gouvernement ist bekanntlich am wenigsten gethan worden, Aufklärung zu geben, und Eingang in die hessischen Archive sich zu verschaffen, ist bis jetzt ein Ding reiner Unmöglichkeit gewesen. Selbst sür den bekannten hessischen Geschichtsschreiber Nommel blieb vieles unter Schloß und Riegel. So müssen uns denn Aufzeichnungen einsichtiger, urteilsfähiger und solider Männer aus der betreffenden Zeit besonders willkommen sein. Dem Einsender dieses liegen solche von einem höheren hessischen Militär vor, wie er sie im März 1807 niedergeschrieben.