«s
ziemlich gleichstehn, daß der, wenn auch nur geringe Erfolg des Feldzugs aber dem an Mitteln stärken, Norden gehört. Das Resultat bestand darin, daß am Mississippi von Norden durch Grant, von Süden durch Butler die Union ihre Hnrschaft geltend gemacht hat, im Uebrigen weder Terrain gewonnen, noch verloren worden ist. Was haben die beiden Armeen aber an Männern in diesem Jahr hervorgezogen, denen sie die Zukunft anvertrauen können? Der Süden hat seine höhcrn Führer trotz mancher Fehlgriffe erhalten. Lee und Beauregard haben immer Gutes, wenn auch nicht Hervorstechendes geleistet. Jackson hat bewiesen, daß er ein ausgezeichneter General. Stuart. daß er ein genialer Reiterführcr ist. Der Norden aber hat mit allen seinen Generalen Fiasco gemacht trotz alles Wechselns und Suchens. Nur im Westen haben Grant und Butler ihren Aufgaben genügt und können für die Zukunft Hoffnungen erwecken. So sehr die Union aber kräftiger Männer und genialer Soldaten bedarf, so sehr fürchtet sie deren Gewalt und Einfluß aus das eigene Land. So kommt es. daß mancher Name von der Armee genannt wird, den die Regierung nicht kennt und daß die letztere immer wieder Personen in entscheidende Posten bringt, die von der Armee längst verurtheilt sind. —
Oestreich und Italien.
Die italienische Einheitsbewegung hat seit der französisch-italienischen Convention einen Sänitt vorwärts gethan. Wenigstens sehen die Italiener die neu geschaffene Situation als einen Fortschritt an, und es läßt sich mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß die italienische Diplomatie durch kluges und geduldiges Temporisiren die ihr günstigste Auffassung der vieldeutigen Bestimmungen des Vertrages zur Geltung bringen wird. Mit Recht datte Oestreich in dem Frieden zu Villafranca viel weniger Gewicht auf den Besitz der Lombardei als auf die Erhallung der kleinen Dynastien gelegt. Denn so lange diese bestanden, blieb es die Vormacht Italiens, wenigstens des offinellen Italiens; ein Verhältniß, in dem die Erwerbung der Lombardei durck Piemont nichts änderte. Denn die Dynastien waren mehr als jemals vorher gezwungen, Oestreich als Schutzmacht und Rettungsanker anzusehen. Mit der Durchführung des Annexivnsprincips ist dies anders geworden. Oestreich ist von jedem Ein-