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Der Krieg in Nordamerika.
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durchforscht wird, seit das britische Museum die Ecksteine der griechischen Kunst­geschichte in sich schließt, seit auch Athen. Rom und Neapel durch Dampfschiffe und Eisenbahnen bis auf wenige Tagereisen uns nahe gerückt sind, seitdem bedarf es nickt mehr eines Wechsels der Konfession, um zur zusammenhangen­den Anschauung des Schönen zu gelangen. Findet sich doch jetzt allwinlerlich auf den, Capitvl eine ganze Scbaar älterer und jüngerer Forscher zusammen, um in gemeinsamer Arbeit Winckelmanns Werk durch tiefere Ergründung der einzelnen Aufgaben fortzusetzen. Gar mancher Schritt zum Ziele ist auch gethan diesseits wie jenseits der Alpen, manch trefflicher Baustein zu dem neu zu er­richtenden Palast der Kunstgeschichte herbeigebracht. Und doch, bei all der Gunst der Verhältnisse, wagt nach Ablauf eines vollen Jahrhunderts Keiner Winckel­manns Erbe im Ganzen anzutreten! Für die jetzt lebende Generation ist das eine ernste Mahnung, für Winckelman» der höchste Ruhm!

Der Krieg in Nordamerika.

Der Schluß des Jahres 1861 sah die Krieg führenden Theile der Union vollständig gerüstet einander gegenüber. Der Norden mit einer Bevölkerung von 21 Millionen und im Besitze aller Hilfsmittel, welche reicher Boden, voll­ständig entwickelte Industrie und ausgedehnter Handel gewähren, hatte sich die Aufgabe gesetzt, den Süden mit seiner Einwohnerzahl von höchstens 10 Milli­onen Seelen, inbegriffen das feindselige Element der fast 4 Millionen Sklaven, zum Verbleiben in der Union zu zwingen.

Das Heer, welches der Norden ins Feld führte, zählte über 600,000 Mann. Der Süden hatte sich mit der Hälfte dieser Stärke begnügen müssen, da seine Einwohnerzahl und die Bewachung der Sklavenbevölkerung keine Steigerung zuließen. Der große Unterschied des beiderseitigen Machtverhältnisses wurde einiger Maßen ausgeglichen 1) durch die bessere militärische Organisation des Südens. 2) durch den für Kriegsoperationen wenig geeigneten Kriegsschauplatz und 3) durch die Beschaffenheit der Einwohner des zu erobernden Landes; hier nämlich kommt einestheils die geringe Dichtigkeit der Bevölkerung, anderseits die Unabhängigkeit der Existenz des Einzelnen in Betracht; beides Umstände, welche moralische Eroberungen durch große Schläge, wie wir sie in unsren Kriegen kennen gelernt haben, fast unmöglich machen. Der Krieg in Nordame-