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Briefe von der Eider.
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Briefe von der Gider.

Jndcm ich Ihnen, verehrter Herr, diese Blätter von dem Ufer der Eider zusende, setze ich voraus, daß die Grenz boten nicht blos Nachricht bringen wollen vom Westen und vom Osten, sondern auch. vom Norden, der, wenn er auch geräuschloser droht, doch nicht min­der ländcrsüchtig ist und um so gefährlicher, je näher er täglich dem Osten verbunden wird.

Die Grenze, welche wir bewohnen, wird nicht vom Meere ge­bildet, und eben deshalb wissen wir nicht, wo sie sich wirklich befin­det. Der deutsche Bund reicht nur bis zur Eidcr; aber diese ist keine Scheidelinie, sondern ein Band zwischen zwei Ländern, und daher der Kampf. —

Schleswig und Holstein, zwei Hcrzogthümcr von fast gleicher Größe, beide zusammen von etwa 800,000 Seelen bewohnt, sind bekanntlich Jahrhunderte lang einen und denselben Weg gegangen in ihrer Ent­wicklung, materieller wie geistiger, obwohl die ungebildeten Bewohner des nördlichen Schleswig einen dänischen Dialekt reden, wie die des westlichen Friesisch. Wohl gab es Zeiten, wo wenigstens der größte Theil Schleswigs Südjütland hieß und als ein Theil Däne- Marks betrachtet wurde; aber deutsche Cultur und durch Jahrhun­derte fortwährende Kämpfe haben es Dänemark abgerungen, und cS ward von holsteinischen Grafen, unbeschränkt von Dänemark, regiert. Erst in der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts (1460) wählten die Stände Schleswigs und Holsteins den König von Dänemark Chri­stian I. (einen Oldcnburgcr Grasen) zu ihrem Landesherr». Sie wählten, nicht ohne sich, wie sie meinten, gehörig vcrclausulirt zu ha-

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