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Tagebuch.
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T a g e b u cl^.

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Briefe aus Wien.*)

Nähcrc Details über das Ende des unglücklichen Grafen Ngarte. Die Liguoriaucr--

Die Herabsetzung des Briefportos und waö sie für Oesterreich selbst noch zn wüu- schcn übrig läfit. Journale. Das Borhaben der Redacteure. Postscriptum. Verrath. Joseph II. und die Walhalla. Politische Dichter. Saphir. Der grcisc Gyrowctz.

Das unglückliche Ereignis», welches vor Kurzem ganz Wien alannirte, wirft ein deutlicheres Licht auf das Gewebe der hiesigen Adelsverhältnisse und den Geist, der die hohen, adligen Kreist dominirt. Der Uhlanenobcrst Graf Ugarte, Dienstkämmerer bei Sr. kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog Ludwig, hatte zu Pestöny, einem ungarischen Badeorte, mit der Tochter des Wiener Bankiers Kaan eine Bekanntschaft angeknüpft, die sich durch mehrere Jahre

hinzog und welcher der Graf sein früheres Verhältniß zur Gräfin H.........

aufopferte. Bor wenigen Monaten endlich verlobte sich der Oberst mit dem lieblichen, hochgebildeten, jungen Mädchen. Nun erhob sich aber mit einem Male ein fürchterlicher Sturm gegen den Mann, der sich bcikommen ließ, sein altadcliges spanisches Blut mit dem kaum christlich gewordenen der Bankiers- samilie zu vermischen; alle Glieder des gräflichen Hauses, besonders seine Schwester, eine bejahrte Stiftödame, und der Gouverneur von Mähren, Bruder des Obersten, versuchten es, ihn durch gütliche Vorstellungen und Vorwürfe von seinem Vorhaben abzubringen. Der Gras war zu viel Ehren­mann, um seinem Worte untreu zu werden; allein beirrt, gedrängt und rath­los, faßte er endlich den furchtsam-heroischen Entschluß, sich diesem furchtbaren

') Nicht vom Verfasser der ^Beschauliche» Vriesc aus Oesterreich." D. Red.