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Griechische Reiseskizzen : 3. Attische Tage :
(Schluß)
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Niels Glambäk

am Fuße des steilen Abhanges, aber von dein Kirchlein durch eine tiefe Bergfalte mit Felsschlucht getrennt. Da hieß es denn, sich durch das bis über die Kniee reichende Gestrüpp einen Weg bahnen, die Schlucht durchklettern und sich auf der andern Seite wieder in die Höhe arbeiten. Nie habe ich so inbrünstig nach einer Muttergotteskapelle verlangt wie an dem Tage. O Pn- nagia, dn hast mir das sicher angethan, weil ich dich beim Aufstieg nicht ge­bührend verehrt hatte, aber warum hast du das unschuldige Kind, das dir doch alle Ehre erwiesen hatte, mit den? Schuldigen leiden lassen? Natürlich langte ich zuerst an nnd mußte eine ganze Weile auf Panagiot warten, der unter dem stachligen Zeug stellenweise fast verschwand. Ein Blick auf die Uhr be­lehrte mich, daß es die allerhöchste Zeit war, wenn ich den einzigen Zug, der heute noch nach Athen ging, nicht verfehlen wollte. So liefen wir denn förmlich bergab, durcheilten im Sturmschritt die dürre Kiefernheide und mußten dann noch durch das ganze Dorf Marnsi, da der Bahnhof auf der entgegen­gesetzten Seite des Ortes lag — das thun die Bahnhöfe in solchen Fällen ja immer.

Es glückte, weil der Zug sich verspätet hatte, ich entließ meinen vor­trefflichen Führer und schlürfte noch auf dem Bahnsteig eine Tasse des satz­reichen orientalischen Kaffees mit dein herrlichen Gefühl, einen großen und ewig unvergeßlichen Tag genossen oder besser mir erobert zu haben. Am nächsten Tage bedauerten natürlich alle, die ich sprach, nicht mit mir gekommen zu sein. Zu spät!

Niels Glambäk

ZVie er ein Mann wurde von R. G. Bröndsted

Erster Teil

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o oft Niels an Herrn Engelbrechts Wohnung vorüberkam, betrachtete er das Wort RoA-utars, das mit großen lateinischen Buchstaben über der Thür stand. Neugierig wünschte er zu sehen, was hinter der Thür war, die klassische Bibliothek, die einen so großen Ruf hatte, nnd dann auch das ?urtim und dann noch das geheimnisvollere I^n. Aber er wagte nicht, Herrn Engelbrecht gegenüber diese Saiten anzurühren. Und eine Einladung erhielt er nicht.

Dieser Sonderling zeigte überhaupt Niels gegenüber ein ebenso zurückhaltendes Wesen wie allen andern gegenüber auch. Nur bei den Mahlzeiten ließ er seine Kenntnisse und seine Verachtung der Gegenwart in geistreichen Paradoxen spielen. Sonst studierte er, wie es hieß, oder machte seine einsamen Spaziergänge im Garten, wo dann die Flöte selten fehlte.

Der Hausherr selbst schien jedoch in einem nähern Verhältnis zu ihm zu stehn — in einem etwas geheimnisvollen — kam es Niels vor: er sah Huitfcldt manchmal