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übertreffen würde; er kaun nuch in friedlichem Wettkampf, der freilich nicht eines politisch-militärischen Rückhalts entbehren kann, gelöst werden. Zn solcher Erkenntnis sollte man allerseits kommen, nnd man sollte also auch vermeiden, Schreckbilder von Bündnissen zn kriegerischem Zweck an die Wand zu malen und die Nationen gegenseitig zn verbittern. Aus diesem Grunde stehn wir auch deu ueulicheu Entrüstuugsversanunluugeu in Deutschland, die sich gegen Mr. Chamberlains unvorsichtige Äußerungen richteten, mit recht gemischten Gefühlen gegenüber; denn so gerechtfertigt wir die Abwehr grundloser Anschuldigungen finden, diese Kuudgebuugeu habeu oft weit über das Ziel hinaus- geschossen, indem sie einer allgemeinen Feindseligkeit gegen England zum Ausdruck verhalfen. Wir sollen den Engländern rnhig nnd fest erklären: Wir werden unser Ziel, als gleichberechtigte Weltmacht geachtet und berücksichtigt zn werden, energisch weiter verfolgen, nnd wir fürchten uns vor euch nicht; aber wir solle» ihueu uicht fortwährend zurufen: Wir hassen nnd verabscheuen euch. ^
Böcklin
ie es berühmten Sterblichen zu geschehn pflegt, wenn sie aus dem Leben scheiden und eine Welle von Nachrufen und Gedächtnisfeiern ihren Namen emporhebt, daß ihr Bild hoch und höher über Menschliches hinaus steigt, so war es auch uach Böcklins Tode eingetreten — hörten wir doch z. B. mit eignen Ohren einen Festredner beginnen: Er ist nicht gestorben, nein, er lebt, lebt unter uns usw. —, und nnn liegt es schon lange hinter uns. Bald nach jenen Tagen, als Böcklins Name durch alle Blätter rauschte, erschien auch ein Buch von länger dauerndem Wert, auf das wir heute zunächst hinweisen möchten, es sind die Tagebuchaufzeichuungen des jungen Berliner Porträtmalers Rudolf Schick aus den Jahren 1866, 1868 und 1869 (Berlin, Foutaue u. Komp., 1901). Diese sich über fünfhundert Tage erstreckenden, höchst interessanten Mitteilungen wurden zuerst eiuige Jahre nach Schicks 1887 erfolgtem Tode im vierten und fünften Bande des Pan veröffentlicht, nnd wir find ihnen damals mit aller Aufmerksamkeit, die so sachlich treue und ausführliche Dokumente verdienen, gefolgt (1898, IV, S. 362; 1899, II, S. 595; 1900, IV, S. 227) — jetzt füllen sie, vervollständigt und durch spätere Znsätze ergänzt, einen schönem Band von 430 Seiten, mit einem äußerst sorgfältigen dreifachen Register von Cäsar Flaischlen. Ein sehr nützliches Buch also und zum Verständnis Böcklins geradezu unentbehrlich. Die Vorrede erwartet allerdings den vollen Nutzen dieser Bekenntnisse und ein Geschlecht, das ihrer wert ist, erst vou der Zukunft. Käufer der Gegenwart