Das Heer und die Sekteil
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Daß die „schwarz-rvt-gvldne" Haltung Augustas in den Kreisen der Kamarilla vielfach Anstoß erregte und ihre Persönlichkeit dort mißliebig machte, wird kaum überraschen. Aber auch der König, von seiner Umgebung in diesem Sinne beeinflußt, sah es schließlich ungern, daß die Prinzessin, als die Wogen des parlamentarischen Kampfes wieder hochgingen (September 1849), Persönlichkeiten empfing, die „einen Übeln preußischen Weg" wandelten. Trotzdem war die Zeit schon angebrochen, wo Angnsta „am meisten Einfluß ausübte." „Bon Jahr zu Jahr, so äußert sich zutreffend einer ihrer jüngsten Biographen, Hermann von Petersdorff, gewann sie mehr Boden bei ihrem Gemahl und sonst. Sie wirkte förmlich parteibildend. Ihr oetsrum. osnsso war der Anschluß an England, Abschüttlnng des russischen und anfangs auch des österreichischen Einflusses."
Das Heer und die Sekten
lles, was unser Volk berührt, berührt auch das Heer, das Volk in Waffen. Die religiösen Anschauungen und Strömungen, die durch das Volk gehn und das Volk bewegen, finden sich darum auch im Heere wieder. In den Zeiten der brandenburgischen Kurfürsten und der ersten Könige von Preußen entstanden hieraus noch keine Schwierigkeiten. Der preußische Staat, deu Friedrich der Große 1740 übernahm, war im wesentlichen von Evangelischen bewohnt. Erst mit der Erwerbung Schlesiens wurden dem Könige von Preußen auch zahlreiche Katholiken unterthünig. Ihre Zahl wurde noch größer durch die polnischen Erwerbungen. Und aus dem Wiener Kongreß ging ein Preußen hervor, das zwar im Verhältnis zu früher deutscher, aber auch katholischer geworden war. Ans eine größere Anzahl von Katholiken waren aber manche Heereseinrichtungen zunächst noch nicht zugeschnitten. So kennt z. B. die Militärkirchenordnung von 1832 noch nicht katholische Militärgeistliche. Erst später wird in der Militärseelsorge mich der katholische Soldat beriicksichtigt; und heute ist im Heere in gleicher Weise für Protestanten und Katholiken gesorgt; dem? ein katholischer Feldpropst und katholische Militäroberpfarrer, Divisions- nnd Garnisonpfarrer stehn neben ihren evangelischen Amtsgenossen mit gleichem Rang und gleichen Einkünfteu; nur daß die katholischen Geistlichen weniger zahlreich sind, aber doch durchaus entsprechend der Zahl der Soldaten katholischen Glaubens.
Dem Soldaten konnte keine Kollision mit seinen dienstlichen Pflichten aus seinem evangelischen oder katholischen Bekenntnis und den ihm dadurch auferlegten religiösen Pflichten erwachsen. Die Ausübung der religiösen Pflicht wurde ja sogar zugleich zu einer Dienstpflicht. In dankeuswerter Weise ist von der Heeresverwaltung für die religiösen Bedürfnisse gesorgt worden. Und