Mont St. Michel und der Michaelskultus
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manche andre Partien der Dichtung werden sicherlich deren Ruhm bewahren, wenn die Kalevala als Ganzes auch nicht den übertriebnen Lobeserhebungen entspricht, mit denen man sie einst überhäufte.
Wenn Löuurot auch, wie nun erwiesen ist, mit der Kalevaladichtmig sein Volk mystifiziert hat, so hat er sich andrerseits dnrch dieses Werk um seine Stammesgenossen unsterbliche Verdienste erworben; denu durch ihn wnrde das finnische Volk seiner Nationalität wieder bewußt; durch ihn wurde es zur Pflege der Muttersprache nnd der altfinnische» Poesie veranlaßt, und durch ihn erst erhielt die finnische Poesie ihren berechtigten und bedeutsamen Platz iu der Weltliteratur.
Mont 5>t. Michel und der Michaelskultus
(Schluß)
in das neunte bis elfte Jahrhundert fällt die große Allsdehnung der religiöse» Orden. Auf die Erschließnng der von ihnen besetzten Gebiete für die Kultur bedacht, hatten sie zuviel mit diesen praktischen Fragen zu thu», als daß sie prächtige.Klöster !und Kirche» hätten gründen könneil. Ihre Arbeit und die sich mehrenden Schenkungen von Fürsten, die ihren heilsamen Einfluß ausdehnen wollten, erhöhten ihren Reichtum. Er wuchs in der Zeit der Kreuzzüge, und die häufige Berührung mit den künstlerisch höher stehenden Gebieten des Orients machte, daß die reichern Mittel für reichere Ausschmückung verwandt wurdeil. Die Benediktiner verbanden das Nützliche mit dem Schönen. „Ihre Bauten, sagt Viollet Le Duc, waren dauerhaft, dem Zweck wohl angepaßt und trotzdem voll Anmut, nnd feru davou, ihueu einen abstoßenden Anblick zu geben oder sie mit falsche» Ornamenten und trügerischen Dekorationen zn überlade», wirkten fie derart, daß ihre Schulen, Klöster und Kirchen künstlerische Erinnernngen hinterließen, die im Geiste der Bevölkerung Frucht bringen mußten — sie wußten, daß die uur moralische Unterweisnilg nur für auserlesene Geister paßt. Cluny hatte diese Aufgabe wohl verstanden: seine Monumente, seüie Kirchen waren ein offnes Buch für die Menge; die Skulpturen und Malereien, mit denen es seine Thüren, die Friese nud Kapitale schmückte, nnd die die heiligen Geschichten, die populären Legenden, die Bestrafung der Bösen und die Belohnung der Guten darstellte, zogen sicher mehr die Aufmerksamkeit der Menge an als die begeisterten Predigten des heiligen Bernhard." We»n dieser die plastischen Künste als barbarische Deutung der heiligen Texte auffaßte, so stellte er sich über seine Zeit und zerriß die Bücher des Volks. Hätte man ans sie verzichtet, so hätte der mönchische Orden eines