Der deutsche Volksgesang
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schon im Frühjahr 1803 drei Wochen als Gast im Reinhardschen Hause zubrachte, und daß in der Kasseler Zeit diese Freundschaft für Villers von größtem Werte war. Denn Reinhard verschaffte ihm die Professur iu Göttingen, wie er ihm in Paris gegen die Verfolgungen Davousts half. Eine Biographie durfte die Erwähnung des häusigen Verkehrs von Villers im Reinhardschen Hause nicht vergessen, wo er am Weihnachtsfest und nn Reinhards Geluirtstag nie fehlen durfte, und wenn er hier, im Hause des französischen Gesandten, zuweilen freundschaftliche Verwarnungen vor Übereifer und vor Unvorsichtigkeiten empfing, so war das in der westfälischen Zeit nur zum Vorteil dieser arglosen Gelehrtennatnr. Auch dann, als nach vollzogner Einverleibung der Hansestädte in das navolconische Weltreich Villers, gleich Reinhards eignem Schwiegervater Reimcirus, die publizistische» Bemühungen sür die Unabhängigkeit der Städte unermüdlich fortsetzte, was Reinhard nicht bloß für nutzlos, sondern geradezu für zweckschädlich hielt, und was ihm eine persönliche Verlegenheit war, auch dann ist eine Lockerung des persönlichen Verkehrs in keiner Weise eingetreten. Wenn Villers von Goethe ein -lupiwr ditrvns genannt wurde, so traf dieselbe Bezeichnnng auch für Reinhard zu. Hier eiu dentschgewordner Franzose, dort ein Franzose gewordner Deutscher. Bei ähnlichen Gesimningcn ein entgegengesetzter und doch verwandter Lebensgang, der ähnliche Lagen und Empfindungen schuf und die hervorbrechende Wärme erklärt, womit sich schon nach kurzer Bekanntschaft beide einander öffneten und die Maske einer zurückhaltenden Förmlichkeit abwarfen. Allerdings wird jeder Deutsche gern zustimmen, wenn Villers in einer seiner Beschwerdeschriften gegen die englisch- hannoversche Gewaltthat voll von edelm Unwillen einmal ausruft: „Mein Herz ist ganz deutsch, uud mir scheint, daß ein Franzose, der in seinem Herzen deutsch wird, vorzuziehu ist einem Deutschen, der Franzose wird." W. x.
Der deutsche Volksgesang
Laienbetrachtungen eines Arztes
as Wandern ist des Müllers Lust. Meinem Vater sehr zum Leid hatte mich dieser Satz schou auf der Schule gefangen genommen. Nicht nnr, daß ich in den Ferien gern wanderte, nein, ich zog auch gern von einem Gymnasium znm andern, besonders wenn bei den Versetzungen die Herren Professoren über meine Wanderfühigkeit in eine höhere Klasse anders dachten als ich. Und ich hatte es nie zu bereuen. Man thut den tiefsten Blick in die Pädagogik, wenn man selbst als Versuchskaninchen für die verschiednen Methoden