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Line Rechtfertigung der theologischen Wissenschaft
und als spanische Brüder fühlen sich der Arme und der Reiche, wenn sie einander begegnen.
Und dieses, nicht die Judenschaft, ist der Punkt, auf den wir Deutschen heilte unsre Aufmerksamkeit zu richten haben. Wollten wir durch eine neue Inquisition fremde Blutstropfen und Gedanken aus unserm Volkskörper ans- treibeu, wir würden nicht viel Blnt nnd viel Geist übrig behalten, nnd in der Zeit, wv selbst Spanien mehr uud mehr der Zersetzung durch den modernen Geist anheimfüllt, den nnvermischten deutschen Volkscharakter herausdestilliren zu wollen, würde ein mehr als donquixvtisches Unternehmen sein. Aber aus den entfremdeten Sklaven deutscher Abstammung wieder deutsche Volksgenossen machen zu wollen, das ist kein abenteuerlicher Gedanke, sondern eine Pflicht, von deren Erfüllung die Zukunft des deutschen Volkes abhängt. Ohne heroische Mittel wird auch diese Aufgabe nicht gelöst werden können; welche wir meinen, wissen unsre Leser.
(Schluß folgt)
(Line Rechtfertigung der theologischen Wissenschaft
s ist eine Eigentümlichkeit uusrer Evangelien, daß sie (abgesehen von Johannes, der einen ganz andern Charakter hat) zwar von dem Leben nnd dem Tode Jesu ein gut übereinstimmendes und sich ergänzendes Bild geben, dagegen über seine Geburt und seine Auferstehung so widerspruchsvolle Nachrichten bringen, das; eine Vereinigung unmöglich ist. Man hat daraus den Schluß gezogen, daß die Aufzeichnung der Worte und Thaten Jesu, die den Kern und den Hauptinhalt der Evangelien bilden, der ältesten Zeit angehöre; die Übereinstimmung des dreifachen Bildes scheint ein Zeichen seiner Treue zu sei». Die sogenannte Vorgeschichte aber nnd die Dinge, die nach der Grablegung spielen, könnten erst in späterer Zeit zum erstenmale niedergeschrieben worden sein, als sich ihrer bereits die ansschmückende Erzählung, die Legende, bemächtigt hatte und die Einheitlichkeit der Überlieferuug verschwunden war. Was die Auferstehung betrifft, so wird es damit auch seine Richtigkeit haben, ja es spricht sogar verschiednes dafür, daß es früher innerhalb der Evangelien noch einen andern Auferstehungsbericht gegeben hat, der au Stelle des jetzigen unechten Schlusses von Markus 16, 9 bis 20 stand und die Vorgänge sehr abweichend von dem erzählte, was die übrigen Evangelisteu berichten. Aus diesem Grunde ist der