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Die Aollegen in Jntschede
„Modernen" mehr? Wir haben unsre Frende an der tapfern Edelmannstochter, die in Not und Elend der einzige Anker ist, cm dem die Familie noch festliegt, und die soll uns eine verkehrte Kritik nicht verderben. Ebenso wenig das aus Furcht, Beklemmung und Behagen gemischte Interesse, das wir an dem Bilde des Vaters nehmen. Der alte Jettlingen-Leuburg hat die Seinen durch Verschwendung ins Unglück gebracht, und alle Versuche, sie wieder empvr- znbringen, scheitern an der Ursache, die die erste Not herbeigeführt hat. Taglich geht der pensionirte Rittmeister auf den Spuren, die der Weg seines Sturzes waren. Obwohl er das selber weiß, deukt er doch nicht darcm, auf einen andern Pfad einzulenken. Angeborue Standesvorurteile, Erziehung und Gewöhnung hindern ihn daran. Hat er jemals nach dieser Richtung einen Willen gehabt, so ist der längst vvr allen Winden dahin. Dennoch ist ihm zweierlei geblieben, ein unausrottbares Ehrgefühl und die Sorge um seine Kinder. Sein Sohn ist Leutnant und zum großen Generalstabe kommcmdirt. Seitdem quält den Vater die Angst, der „Junge" könnte sich in denselben Schlingen fangen, die ihn selber zu Fall gebracht haben. Er hat dafür auch einen sichern Blick: „ich kenne die Rasse," sagt er zur Tochter, die ihn beschwichtigen will.
Wunderbarer Widersprach! heißt es nun bei den Leuten, die nur plkin Air kennen und von Helldunkel keine Ahnung haben; woher anders zu erklären, als aus der Vorliebe für den Stand, in den der Dichter selber erhoben worden ist? Eine solche Kritik schlügt sich selber. Und was soll der Vorwurf, Hopfen könne sich nun einmal von der Romantik nicht losmachen? Schablonen anlegen hilft nur in solchen Künsten, wie sie Schuster und Schneider betreiben; in der Kritik heißt es tief graben, um an die Quelle zu kommen, wo die scheinbar größten Widersprüche ihren gemeinsamen Ursprung haben.
Die Kollegen in Intschede
(Schluß)
nsänglich blieben die jungen Mädchen sür sich, und auch die Herren fühlten sich mehr zu einander hingezogen, bis die Unebenheit des Bodens, eine Blume oder ein merkwürdiger Baum am Wege die Gesellschaft mehr durcheinanderwarfen. So zog sie trotz der Nachmittagswärme munter dahin, und es wurde ausgemacht, daß man keine Ruhepause eintreten lassen wolle, da das die Ermüdung nur fühlbarer mache und die wirkliche Erqnickung bei Kaffee und