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losen Schwiegersohn kann er nicht brauchen, und der arme Dichter muß sich entschließen, in das prosaische Geschäft einzutreten. „Hellmut Meier hatte sich auffallend rasch und mit großem Geschick in seine neue Thätigkeit cin- gcfuuden. Der unvermittelte kühne Übergang zu einer andern Branche hatte seiner Gesundheit nicht geschadet, seinen Appetit nicht beeinflußt, das schöne Gleichgewicht seiner Seele nicht zu erschüttern vermocht. Er besaß Verstand genug, eiue für die Gelegenheit paffende Physiognomie anzunehmen, Ge- schicklichkeit genug, verschiedne ziemlich glaubwürdige Motivirungen für seine Resignation zu fiudeu. Nur in deu ersten Monaten trng er gewissen Personen gegenüber die Miene des unglücklichen Opfers zur Schau. Er schämte sich ein weuig vor seinen einstigen Kollegen, und wenn er einen von ihnen traf, nahm er die Pose des Mannes an, der von dem gransamen Schicksal, von der unerbittlichen Notwendigkeit gezwungen wurde, seinen schönsten Träumen zu entsagen, sein ihm von Gott gegebenes Genie verkümmern zu lassen. »Ich mußte es thun — es handelte sich um mein Weib — mein Kind — du begreifst — was ich gelitten — laß mich schweigen — —.« Ein schmerzlicher Blick nach oben, ein Händedrnck, und er verabschiedete sich. Nach kurzer Zeit schon wurde ihm die Pose lästig und erschien ihm überflüssig. Wenn er einer Begegnung absolut nicht ausweichen konnte, zog er es vor, seinen Schmerz für sich zu behalten nnd dem Freunde seine guten Zigarren anzubieten, ein Verfahren, bei welchem beide Teile ihre Rechnung fanden."
Wir können Schwarzkopfs Buch nicht noch weiter plündern; das Bisherige mag znr ErWrnng nnd Bestätigung der Charakteristik genügen, die wir von seinein originellen Wesen zu geben versucht haben. Der Wert seiner Studien liegt nicht bloß in ihrem ästhetischen Realismus, sondern auch in dem rücksichtslosen Mut, mit dem sie scheinbar so ganz nebenbei die satirische Geißel über viele Zustände des Wiener Lebens schwingen. Sie werden in dieser Richtung gewiß befreiend wirken auf manches Gemüt, welches die gleichen Übel cmvfnnden hat, ohne sich Rechenschaft über ihren Grund geben zu können.
Innsbruck. Moritz Necker.
Das Bleibende im kirchenpolitischen Kampfe.
u den schwierigsten Fragen unsrer Zeit gehört, in Deutschland wenigstens, die kircheupvlitische. Andre Völker, denen das „Unglück" konfessioneller Spaltung erspart ist, mögen ihre staatliche Würde in ihrer Weise wahren oder wiederherstellen müssen, sie mögen dabei vom parlamentarischen Kampfe bald nnterstützt, bald, wie das so geht, gehemmt werden, es bleibt doch immer jedem Bürger klar, daß