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Gedanken über Geschichte und Geschichtschreibung. 1.
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Zur Reform des Bibliothekswesens.

desselben, von dem die anregenden Ideen ausgingen. Aber diese Art von Philosophie war weniger eine spekulative als eine reformirende Arbeit. Sie suchte ihre Aufgabe weniger in der Synthesis als in der Analysis. Ihre Stärke lag weniger in dem Aufbau neuer Lehrsysteme auf neuen Prinzipien als in dem Niederreißen schadhafter und morscher Stützmauern und Pfeiler, jedoch mit der Tendenz, das gesunde und solide Material, das aus der zer­setzenden und aufräumenden Arbeit übrigblieb, zu neuen Werken auf einfacherer Basis zu verwerten. In diesem Geiste ist auch Gibbons Geschichtswerk ge­boren. Er fügte die Elemente, welche die kritische Forschung ihm als solides Material erscheinen ließ und denen sein eigner Geist das subjektive Gepräge gegeben, mit knnstgeübter Hand zn einem harmonischen und symmetrischen Ganzen zusammen. (Schluß folgt.)

Zur Reform des Bibliothekswesens.

nsre Zeit ist reich wie an Bedürfnis so au Vorschlügen zu Re­formen. Überall tauchen Wünsche Einzelner und ganzer Stände auf, die eine Verbesserung ihrer Lage anstreben und der Regierung die Wege und Mittel angeben wollen, wie sie am besten Abhilfe Ä zu bringen imstande sei. Um nur die berechtigten Forderungen allmählich zu erfüllen, hat die Staatsregierung alle Hände voll zu thun, und vor den größern sozialen Fragen muffen naturgemäß die kleinern einstweilen in den Hintergrund treten, bis auch für sie die Zeit der Reife gekommen sein wird. Um sie aber dazu zu bringen, bedarf es wieder und wieder der Anregung von- seitcn der beteiligten Kreise, und es würde falsch sein, die Hände in den Schoß zu legen und warten zu wollen, bis einem von selber die reife Frucht zufällt, die doch nur der Lohn der auf ihre Erzielung verwendeten Arbeit sein kann. Gut Diug will Weile haben," aber keine in müßiger Beschaulichkeit verbrachte, sondern die Weile einer in stetem Vorwärtsstreben auf das fest im Ange be­halten? Ziel bestehenden Arbeit. Von diesem Gesichtspunkte aus will auch der folgende Versuch betrachtet sein, der die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf eine Klaffe vou Staatsdicnern lenken möchte, der es, soweit hinauf in der Geschichte wir sie auch verfolgen können und so wichtig ihre Thätigkeit für die gesamte Bildung ist, doch bis heute noch nicht gelungen ist, eine einheitliche Organisation als Stand im Sinne andrer Beamtenkategorien zu erlangen.