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Der Verlust des Volkstums durch die Sprache.
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Die Religion des panthcisirenden Materialismus, 159

bringen, den die rumänischen Sprachen erreicht haben. Das würde aber ihren gegenwärtigen kräftigen Charkter gänzlich verändern, ja vernichten, und der Nation ein Idiom geben, welches ihrem Charakter geradezu entgegengesetzt wäre. Und schließlich wäre die Verwirklichung eines solchen Ansinnens ganz unmöglich, da die Grammtiker bei aller Kühnheit und bei aller' Vergewaltigung der Sprache nicht wüßten, wo eine solche Umformnng anfangen und wo enden solle. Die Sprache ist nicht in dem Sinne weiterzubilden, daß ihr Grundcharakter ver­dorben wird, sondern es muß im Gegenteil dem Volke möglichst Gelegenheit geboten werden, Geist, Gefühl und Bewußtsein seiner Sprache nach allen Rich­tungen hin iu sich lebendig zn erhalten,

Göiz. Franz Podgornik,

Die Religion des pantheisirenden Materialismus.

er Leser wird sich eriunern, daß im Jahre 1833 eine von Wilh. Vcnder in Bonn gehaltene Lutherrede großen Anstoß erregte. Der Vorfall hat nicht allein zu literarischen Anscinandcrsetzuugeu Vcr- cmlassnng gegeben, sondern anch in den Verhandlungen der rheinischen und westfälischen Synoden zn Beschlüssen geführt, welche gegen eine im Sinne Benders ausgeübte Lehrfreihcit prvtestiren. Neuerdings hat sich auch die preußische Geueralsynode mit dem gleichen Gegen­stande befaßt. Gegenwärtig tritt nun Bender mit einem Buches an die Öffentlichkeit, iu welchem er zu seiner Rechtfertigung den wissenschaftlichen Hintergrund, auf welchem sich seine Rede bewegte, mitteilt. Er hofft durch seine Hypothese, mit deren Hilfe er alle ^wesentlichen Erscheinungen des religiösen Phänomens erklären zu köuuen glaubt, den Bann des theologischen Scholasti- zismus zu durchbreche» und denkbare Gedanken in verstehbarcr Form darzu­bieten. Daß ihm letzteres gelungen ist, soll von vornherein anerkannt werden; ob jedoch diese deutbaren Gedanken geeignet scicu, den theologischen Scholasti- zismns zu durchbrechen, mit andern Worten, an die Stelle der Kirchenlehre zu treten, und ob in ihrer Darlegung eine Rechtfertigung der angefochtenen Lnther- rede zu finden sei, scheint mir höchst zweifelhaft.

Bender geht von der Frage nach der richtigen Fragestellung aus und stellt fest, da alle Religionen für sich den Anspruch der Wahrheit erheben, so sei

*) Wilhelm Bender, Das Wesen der Religion und die Grundgesetze der Kircheubildung, Bonn, Cvhen und Sohn, 1886. 336 S,