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Heinrich Steinhausen.
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Konservatorien und Rünstlerproletariat. ZI

aber selbst dabei den Tod; Gälten, der in demselben Hanse wohnt, wird als Arzt zu ihm geholt und wird beim Anblicke des Unglücklichen mürbe. Außer­dem hat Zirbel die Korrektur von Sältens neuestem Werke in der Hand und versieht sie mit Randglossen, indes der gemeinsame Verleger beider Zirbels Werk, eine Verteidigung des Idealismus und des Glaubens, dem Doktor Gälten im Mannskript zur Beurteilung giebt. Aber erst nach Zirbels Tode wird es publizirt. Steinhausen hat auch hier einige treffende Satiren auf nusre literarischen Zustände eingewebt.

Damit wäre unsre Übersicht über die bisherigen Schriften Steinhaufens beendet. Gewiß wird seine beschauliche Zurückgczogcuheit noch manches zeitigen. Am willkommensten aber wären uns neue ausgiebigeHerzcnserleichterungen" seines grundgescheiteu und humorvoll gcmütsinnigen Einsiedlers Kilicm.

Innsbruck. Moritz Necker.

Konservatorien und Künstlervroletariat.

us dem Nachlaß der Frau Johanna Kinkel geborene Mockel veröffentlichte das Feuilleton derFrankfurter Zeitung" vor einigen Wochen einen AussatzHausfrau und Künstlerin," der wie ein Nachhall aus Märchcuzciten erklang und wirkte und von Zuständen und Verhältnissen erzählte, welche in einem wunder­lichen uud alles wohl erwogen glücklichen Gegensatze zur Gegenwart standen. Die 1858 in London verstorbene erste Gattin des Dichters Gottfried Kinkel war bekanntlich nicht nur eine geistvolle Schriftstellerin, deren mit dem Gatten gemeinsam verfaßte Erzählungen und deren RomanHans Jbeles" weit über die gewöhnliche Frauenbelletristik hinausragten, sondern auch und vor allem eine vorzügliche Mnsikerin. Von ihren großem und kleinern Kompositionen ist die Vogellantatc" noch unvergessen, ihre OperetteOtto der Schütz" hat in den vierziger Jahren große Teilnahme erregt, ihre Briefe an eine Frcnndin über Klavierunterricht (18S2) sind ein bleibendes Zengnis dafür, wie ernst die mannich- fach geprüfte und bewährte Frau ihren Beruf als Mnsiklehrerin nahm. Nie­mand, der sich an das Leben und Wirken von Johanna Kinkel erinnert (noch leben zahlreiche ihrer Schülerinnen), wird je zn dem Eindrucke kommen, daß es sich hier um ein verfehltes oder unfertig gcblicbnes Streben gehandelt habe. Vielmehr darf man sagen, daß es ihr in seltner Weise gelungen sei, das ihr innewohnende Talent zur Geltung und tüchtigen Verwertung zu bringen. Gleich-