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Heinrich Kruse´s Marino Faliero.
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Doch bei alledem bleibtMarino Faliero" eines der besten Stücke, die Krnse geschrieben, und das btthnenfähigste sicherlich. Die Aufführung des­selben im Königlichen Schauspielhause zu Berlin errang mehr als einen Achtungserfolg. Wer das Stück blos gelesen, wird sich des Wnnsches nicht erwehren können, es aufgeführt zu sehen, um die Wirkung so vieler Scenen von dramatischem Effect voll zu genießen und die lebensvollen Gestalten, die es vorführt, in Fleisch und Blut handeln zu sehen.

Das beste Lob aber, das den Kruseschen Dramen überhaupt zu spenden ist, die Anerkennung ihres Strebens, das geistige Leben der Gegenwart auch auf diesem verödeten Gebiete wo sonst vielleicht mehr noch als auf dem industriellen die Losungschlecht aber billig" vorherrscht zn fördern in einem edeln Sinne, dieses Lob muß auch seineinMarino Faliero" in ver­dientem Maße gezollt werden.

Jer vorletzte russisch-türkische Krieg.

1. Im Jahre 1828.

Angesichts des sich vorbereiteten Krieges zwischen Rußland und der Pforte scheint uns ein Rückblick auf den letzten Znsammenstoß dieser beiden Mächte, wo dieselben sich allein gegenüberstanden, an der Zeit zu sein, zumal die Diuge gegenwärtig ähnlich liegen wie damals. So betrachten wir denn in den fol­genden Abschnitten die beiden Feldzüge von 1828 und 1829, von denen der erste für die Rnssen ungünstig ablief (was jetzt auch nicht unmöglich ist), der zweite von entscheidendem Erfolge gekrönt war.

Schon im October 1827 standen die russischen Truppen in Bessarabien zum Einmarsch in das türkische Gebiet bereit, schon im December war der Gesandte des Czaren von Konstantinopel abgereist, und wenn Kaiser Nikolaus noch nach der Mitte des April loszuschlagen zögerte, so war der Grund ein­fach der, daß man die Widerstandskraft der Türken unterschätzt hatte und sich genöthigt sah, mehr Truppen, als ursprünglich beabsichtigt worden, marschiren zu lassen. Endlich erfolgte am 14./26. April von Seiten Rußlands das Kriegsmanifest, und die Armee erhielt Befehl zum Vorrücken. Dieselbe bestand aus 8 Divisionen Infanterie und 4 Cavallerie-Divisionen, die zusammen etwa