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Literatur.
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Meratur.

Reisen in Bosnien und der Herzegowina. Topographische und pflanzen­geographische Aufzeichnungen von Dr. Otto Blau. Mit einer Karte und Zusätzen von H. Kiepert. Berlin, Verlag von Dietrich Reimer, 1877.

Der Verfasser, der elf Jahre als preußischer, dann als deutscher Consul in Serajewo gelebt hat, giebt hier in kurzen, fast nur Topographisches, Bo­tanisches und Geologisches berücksichtigenden Beschreibungen seiner Reisen in den vom Titel genannten Landstrichen der Türkei eine werthvolle Bereicherung der Kunde von denselben. Gelegentlich sind auch culturgeschichtliche Bemer­kungen eingestreut, desgleichen archäologische Beobachtungen. Alles ist knapp und sachlich gehalten. Vielfach werden wir noch unbetretene Wege geführt, und hänfig wird Gelegenheit genommen, zuverlässigere Mittheilungen über die Einwohnerzahl, die Vertheilung der Völkerstämme und Religionen in den be­treffenden Gegenden und Orten zu machen. Von allgemeinerem Interesse wer­den von den achtzehn hier beschriebenen Touren die von Serajewo nach Mostar, die von dort nach der Sutorina und dem Hafen von Klek, die auf der großen Straße von der dalmatinischen Grenze durch die Herzegowina nach Bosnien, der Ausflug von Serajewo über Gazko nach dem Durmitor, der von Serajewo über Trawnik nach Banjaluka und der durch das nördliche Bosnien sein, welcher unter Anderm das vielbesprochene Zwornik beschreibt. Dasselbe ist ein Städtchen von etwa 600 Häusern, unmittelbar am linken Ufer der Drina unter dem Berge Toptschagino Brdo und südlich vom Mladjawatz gelegen, auf desfen östlichem AbHange sich die noch leidlich erhaltene Festung mit zwei Ringmauern besiudet. In der obern Abtheilung befinden sich noch viele alte tür­kische und deutsche Kanonen, die indeß ohne Lafetten haufenweise herumliegen. Die Stadt, in der es gegen hundert christliche Häuser giebt, während die an­dern von muhamedanischen Spahis, Bauern und Krämern, sowie von sechs Judenfamilien bewohnt werden, ist der Sitz eines Kaimakams, eines Kadis und Muftis. Ihre Lage auf einem Hügel und der Blick von hier auf die Drina, die sich wie ein Silberband durch das enge Thal schlängelt, sind äußerst anmuthig, die Gaffen aber sind unregelmäßig gebaut und die Häuser armselig. Von Handel und Verkehr ist, seit man die Straße von hier nach Ratscha ver­legt hat, kaum noch die Rede. Die Kiepertschen Beiträge, Karto­graphisches und Statistisches betreffend, haben nur für Geographen von Fach Jntereffe.