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Altgriechische Freimaurerei.
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vergegenwärtigt wurde, wie in den elensinischen Mysterien, ist sicher, und wenn hier auch keine Lehre in dogmatischer Form vorgetragen wurde, so erinnerten doch die vorgeschriebenen Reinigungen und Weihungen an die Bedingung auch sittlicher Reinheit und Würde, und so erweckten die Gebete und Gesänge sowie die Darstellungen aus der heiligen Geschichte die Vorstellung, daß mit dem gegenwärtigen Dasein das Leben nicht abgeschlossen sei, und daß jeden nach dem Tode ein Loos erwarte, wie er es durch sein Verhalten auf Erden ver­dient habe.

Sofern freilich die religiöse Belehrung ganz oder doch vorzüglich durch symbolische Darstellungen vermittelt wurde, kam es auf die Natur des Einzelnen an, welche Anschauungen nnd Bestrebungen dadurch in ihm erweckt wurden, nnd jene Lobsprüche über die heilsame sittlich-religiöse Wirkung der Mysterien sind wohl mehr Zeugnisse für das, was sie bei Gemüthern, welche von Hanse aus eineu religiösen Zug hatten, zu bewirken im Stande waren, als Beweise für das, was sie in Wahrheit bei der großen Menge bewirkt haben. Diese Menge hat sie ohne Zweifel als ein Gnadenmittel betrachtet, wie heutzutage von dem großen Haufen die Gnadenmittel der Kirche betrachtet werden, als ein ohne inneres Zuthun des Betreffenden heilbringendes Zauberwerk. Mit andern Worten: man wähnte sich durch bloße Erlangung der Weihen, durch die Bäder und Waschungen, durch das Trinkeu des Kykeon und Erfüllung der sonst noch vorgeschriebenen Bräuche Anspruch auf das göttliche Wohlwollen erworben zu haben, ohne sonderlich an die innern Bedingungen zu denken, die Anderen Voraussetzung des Heils waren.

Literatur.

Archäologisches Wörterbuch zur Erklärung der in den Schriften über christ­liche Kunstalterthümer vorkommenden Kunstausdrücke. Deutsch, lateinisch, französisch und englisch. Von Heinrich Otto. Zweite erweiterte Auflage, bearbeitet vom Verfasser unter Mithülfe von Otto Fischer. Mit 285 Holzschnitten.

Leipzig. T. O. Weigel. 1877. Dieses bekannte verdienstvolle Werk, welches in erster Auflage vor zwanzig Jahren erschien, tritt uns hier nach zwei Richtungen hin verbessert entgegen. Es erstreckt sich einerseits auf Grund der bedeutenden Ergebnisse, welche die Durch­forschung der Katakomben geliefert hat, weiter auf das Gebiet der altchristlichen Zeit und andrerseits infolge des Umstandes, daß seit dem ersten Erscheinen des­selben das Streben erwacht ist, das Kunsthandwerk zu heben, auch auf die Kunst der Renaissance. Die äußere Einrichtung ist dabei die frühere geblieben, nur ist das Geschlecht der deutschen und französischen Hauptwörter hinzugefügt

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