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Herbstliche Reiseglossen.
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erhebt sich der schwarze Kegel des Madatsch, überragt von der strahlenden Kuppel des Ortler; tief unten, auf der Thalsohle, im grünen Nadelholz ver­steckt, die Kapelle zu den drei Brunnen. Dazn diese wunderbare Stille, unter­brochen nur durch das Rauschen der Gletscherbäche, durch das Gezwitscher der schaarenweise über die Berge ziehenden Wandervogel, durch den gellenden Schrei des Adlers, der hoch iu den Lüften kreist. Wiederum ein Segen des Herbstes kein anderer Tourist tritt dir belästigend in den Weg; auch die Post, die im Sommer über den Stelvio geht, ist bereits eingestellt. Du hast das Gefühl, als wären alle diese Wunder für Dich ganz allein geschaffen. Als ich am Abend, in das Etschthal zurückgekehrt, vom Balkou meines Zimmers in dem einsamen Gasthause Neu-Spondinig aus noch lange Zeit nach den vom klaren Mvndhimmel scharf sich abhebenden Ortlerbergen hinüberschaute, war ich mir bewußt, einen der schönsten Tage verlebt zu haben, die das menschliche Dasein zn bieten vermag.

Ms dem Maß.

Mitte Dezember.

Während unsere klerikalen Deputirten in Berlin jammern und wehklagen über die Verderbnis; der Sitten und die Bosheit der Menschheit im Allgemeinen uud in dem hartgeprüften Reichslande im Speziellen und nicht müde werden des Lmnentirens und Predigens, macht sich im Lande selbst eine Bewegung geltend, die wohl berücksichtigt zu werden verdient, die aber weit entfernt ist, den geistlichen Herren und ihren Deklamationen als Folie zn dienen. Es scheint in der That, daß die Neuwahlen von 1877 uns ganz andere Resultate bringen werden, als die von 1874. In allen Wahlkreisen rührt und regt es sich. Man stellt Kandidaten auf, entwickelt Programme und zeigt überhaupt ein lebendiges Interesse für die bevorstehenden Reichstagswahlen, das dem für die kurzverflofsenen Gemeinde- und Bezirksrathswahlen in Nichts nachgiebt.

Mag man nun auch vorläufig über diese in den meisten Wahlkreisen sichtlich hervortretende Bewegung denken wie man will sicher ist das Eine, daß wenigstens das Elsaß sich an den Neuwahlen zu Anfang des nächsten Jahres in hervorragender Weise betheiligen wird und daß, so nicht alle Zeichen trügen, diese Wahlen selbst einen wesentlich andern Charakter tragen werden, als vor drei Jahren. Galt es damals, den Wühlern uud ihre« Kandidaten