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Thorbecke und die Niederlande.
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einer zeitgemäßen Umgestaltung dieser Zweige der Staatsverwaltung. Nicht wie früher steht eine mangelhafte Staatsform den Verbesserungen und dem Fortschritt im Wege, es ist jetzt nur allein die Selbstsucht der Regierenden, in der Kammer sowohl, wie am Ministertisch und bei der Wahlurne, der man die Schuld zu geben vermag.

Es ist Thorbecke gelungen, diese Selbstsucht der Einzelnen eine Zeitlang zurück zu drängen, aber es ist ihm nicht gelungen, sie dauerhaft unschädlich zu machen. Er richtete sein Hauptaugenmerk auf die Verbesserung der Staats- sormen; aber er sorgte nicht mit gleichem Eifer dafür, daß das Volk zu Staatsbürgern erzogen wurde. Wohl erkannte er die Nothwendigkett, daß Jeder sich als Theil des Staates und dieser sich wieder als ein Theil der Gesammtheit fühle, aber wer sollte das Bewußtsein der Pflicht dem Volke, der Jugend einpflanzen?

Das Studium und die Beherzigung der Schriften Thorbecke's, die leider nur äußerst gering an Umfang sind, eine Vergleichung derselben mit den jetzigen Zuständen, würde den Holländern vielleicht die Augen für die ihnen drohenden Gefahren öffnen. Sehr vieles, was Thorbecke über die Schäden der alten republikanischen Wirthschaft sagte, ist noch jetzt auf die eben herrschende parlamentarische Wirthschaft zutreffend. Wilhelm Otto.

Lin französisches Seitenstück zu AniggesUmgang mit

Menschen."

So darf man wohl die Schriften der Madame Louise d'Alq nennen, die sich mit der Lebenskunst und dem beschäftigen, was in der feinen Welt Frank­reichs und mehr oder minder unter den Gebildeten und Zartfühlenden aller etvilisirten Nationen für schicklich und wohlanständig gilt. Als die Ver- fasserin vor zwei Jahren mit dem BucheI^s 8a>voir-vivrs ev toutss Iss eiroonstcmees 6s lg, vie" an die Oeffentlichkett trat, wurde ihr ein Empfang zu Theil, der fast unerhört war. Bis dahin war sie dem Publikum völlig unbekannt gewesen, und dennoch erlebte ihr kleines Werk binnen Kurzem elf starke Auflagen, und es erfreut sich jetzt unter unsern Nachbarn jenseits der Vogesen eines Ansehens, wie zu seiner Zeit in Deutschland der in der Ueber, schrift genannte Rathgeber Knigges.