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Und uns dünkt wirklich, als ob die Füße derer, die das Ministerium Jolly begraben haben, schon vor der Thüre seien, auch dus neue Ministerium hinauszutragen. Auf alle Fälle wird die national-liberale Partei gut thun, sich nachdrücklichst an den Wahlspruch des großen Preußenkönigs zu erinnern: tousnurs en voclette! Hr.
Literatur.
Die Lebensgeschichte der Menschheit. Kulturgeschichtliche Forschungen und Betrachtungen. Von Friedrich Freihold. Erster Band. Jena, H. Costenoble, 1870.
Der Grundgedanke dieser Schrift ist kein neuer, er ist die Herder'sche Anschauung von der Geschichte, nach welcher dieselbe als die Entwickelung eines aus bestimmter Anlage hervorgegangenen Organismus aufzufassen ist, und Einzelmensch, Volk und Nace nur Glieder der Alle harmonisch zusammenfassenden Menschheit sind, die so in ihrer gesammten Lebensthätigkeit als eine Person erscheint. Der Verfasser ist der richtigen Ansicht, daß Herder diesen Gedanken nicht vollständig durchgeführt habe; wenn er selbst aber nun an diese Aufgabe geht, so überzeugen wir uns schon auf den ersten Seiten, daß dem guten Willen nicht das genügende Vermögen zur Seite steht, mit andern Worten, daß er zwar ein gebildeter Geist und nicht ohne einen gewissen Scharfblick, aber immerhin ein Dilettant auf diesem Gebiete ist, der sein Wissen in der Hauptsache aus Herder, Bunsen, Burdach und — Rotteck, zum guten Theil auch aus Th. Rohmer (!) geschöpft hat und von den Resultaten der neuesten wissenschaftlichen Forschungen so gut wie keine Kenntniß besitzt. Neben manchen guten Gedanken enthält dieser Band daher viel Veraltetes und, wo der Verfasser selbst vermuthet, schließt und vergleicht, oft Schiefes oder vollständig Falsches. Auch die Sprache, in der uns das vorgetragen wird, ist mit ihrem blumenreichen Pathos die eines Laien.
Die Frauen des achtzehnten Jahrhunderts. Culturgeschichtliche Zeit-und Lebensbilder, von H. Scheub e. Erster Band: von Ludwig dem Vierzehnten bis ans Friedrich den Großen. Berlin, 1876, Wedekind Schwieger.
Dieser Band giebt nach einem Rückblick auf das siebzehnte Jahrhundert und namentlich auf den Hof Ludwigs des Vierzehnten zunächst Bilder aus den Tagen der Regentschaft, wo die bekannte Prinzessin Elisabeth Charlotte von Kurpfalz besondere Berücksichtigung erfährt, dann die Anfänge der feinen