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so geht's weiter, bis schließlich der folgende Landgraf Wilhelm IX.. der keine Neigung zu solchen verschwenderischen Versuchen hatte, diese Colonien ihrem eigenen Schicksal überließ.
Nach alle diesem erscheint der Vergleich zwischen dem Landgrasen Friedrich, welcher die Menschen förmlich suchte und fing, um sie in seine leeren, in der Hoffnung auf zuziehende Bewohner erbauten Häuser zu setzen, und einem Vogelfänger, welcher die frei umherfliegenden Vögel fängt und in seinen Bauer steckt, nur um so drastischer und der Witz nur um so beißender, indem Goethe nicht nur die sogenannten Subsidienverträge, sondern sogar die gewiß nur aus, wenn auch mißverstandenem landesherrlichen Wohlwollen hervorgegangenen Colonieanlagen kritistrte und den Subsidienverträgen gegenüber stellte, und es mußte den Landgrafen doppelt hart berühren, daß man in den Weimarer Hoskr.eisen, sogar seine wohlmeinenden Absichten so arg verspottete. Daraus erklärt sich aber die Auslassung der betreffenden Worte in den bisherigen Ausgaben von Goethe's Werken zur Genüge.
Otto Gerland.
Die Entwickelung der Tagespresse in den Gereinigten
Staaten.
(Schluß.)
In dem Augenblick, wo das älteste amerikanische Journal sich bemühte, eine andere Form anzunehmen, erschien zu Boston, am 27. März 1727, das New-England-Journal, welches 25 Jahre lang von Thomas Green und Samuel Kneeland gedruckt und verlegt wurde. Eine der ersten Nummern dieser Zeitung berichtet den Tod von Benjamin Franklin, jenes Onkels des großen Republikaners, dem dieser so viel für seine geistige Ausbildung zu danken hatte. Das Erscheinen des New-England-Journal fällt mit dem Beginn der großen religiösen Bewegung zusammen, von welcher die methodistischen Prediger Edwards und Whitesield die Hauptverbreiter waren und die 1740 ihren Höhepunkt erreichte. Sie war eine Recrudescenz, eine Verjüngung des Puritanismus und glich einer Wiedergeburt der religiösen Leidenschaften, der ascetischen Härte und der strengen Disciplinen der alten Tage. Das New- England-Journal war das Organ dieser außerordentlichen Bewegung, was heißen will, daß die religiöse und theologische Controverse einen hervorragenden Platz in demselben einnahm. Das Blatt war im übrigen sehr gut redi- girt; wenn auch das religiöse Element vorwaltete, so wurden doch auch die