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ebenmäßige Verstärkung dieser ursprünglich aus gemäßigt conservativen und altliberalen Elementen zusammengewachsenen Partei und der Nationalliberalen zu erwarten ist, steht dahin, läßt sich aber bei dem für Mittelparteien günstigen Zuge der Reform, der in unser deutsches öffentliches Leben gekommen ist, wohl erwarten.
Auch unsere conservativen Elemente tragen dem Geiste der Zeit Rechnung. Nachdem sie sich im Laufe der Jahre 1867—69 allmählich, aber schwer, an das früher von ihnen verpönte Wort National gewöhnt haben, ergreifen sie seit zwei Monaten in der Kreuzzeitung und in parlamentarischer Rede die Idee des Staaten Hauses aus der verwunschenen Reichsverfassung von 1849. Sogar im Herrenhause konnte man bei Gelegenheit der Berathung über die an Kaiser Wilhelm nach Versailles zu entsendende Adresse von unseren Ultra- tories Lanzen für das Staatenhaus brechen sehen. Mit hoher obrigkeitlicher Bewilligung beginnen jetzt auch die Männer, die sich bisher unterzeichneten: „Allerdings kein Freund von Constitution", für Erweiterung und Befestigung parlamentarischer Institutionen in Deutschland zu agitiren.
a/l
Albert Hppermann's letztes Werk.
Von Karl Braun. I.
Albert Oppermann's, des unermüdlichen Rechtsfreundes und Abgeordneten, des Publicisten und Historikers, des Novellisten und Pamphletisten letztes Werk ist ein weit angelegter culturhistorischer Roman, genannt „Hundert Jahre", weil es in der That während des ganzen letztabgelaufenen Jahrhunderts, von 1770 — 1870, spielt.
Ehe wir die großen Romane von Karl Gutzkow, Berthold Auerbach und Gustav Freytag Hatten, zehrten wir in Deutschland von dem Abfall der französischen Tafel. Wer kennt bei uns noch „den Grafen von Monte Christo," oder „die drei Musketiere der Königin" von Alexander Dumas, dem Vater? Jeder, der nicht von Haus aus oder vermöge seiner Stellung daraus angewiesen ist, sich um französische Literatur speciell zu kümmern, darf heut
-) Ueber Oppermann's Leben und Wirken stehe C. Braun, Bilder aus der deutschen Kleinstaaterei. Neue Folge (Berlin, Kortkampf 1870), Bd. II. S. 281—294.