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Das letzte Bankett der Wallensteinschen Generale : Gemälde von Julius Scholz.
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seine Darstellung vor einem bedeutungsvollen Mittelpunkt behütet. Nirgend nimmt er auch nur einen Anlauf seine Komposition in einer Weise zu con- centriren, wie es z. B. es gibt keine lehrreichere Parallele Leonardo da Vinci in seinem Abendmahl gethan hat. Diesen Mittelpunkt hat sich der moderne Künstler nicht nehmen lassen wollen. In vorzüglich gelungener Darstellung gibt er uns im Kernpunkt des ganzen Bildes das Zusammenwirten Jllos und Terzkys zum Erpressen einer rebellischen Unterschrift. Hiermit verzichtet er auf jenes andere Genre und berechtigt zu Forderungen, welche nach der übrigen Anlage des Bildes nicht erfüllt werden konnten.

Es bleibt wahr: die Fehler des Talents sind zwar die gefährlichsten Ver­führer, aber doch zuletzt die besten Wegweiser zum Rechten. Bei einem mittel­mäßigen Bilde würde sich der Beschauer mit untergeordneten Mängeln herum­zuschlagen haben. Ein Werk, das kühne Perspektiven aufschließt, drängt mit diesem seinem Vorzuge unwillkürlich über das ganze Gebiet des Darstellbaren hinaus und regt Fragen auf. die der gesammten Kunstgattung zu statten kommen. Wie wenig sie bis beute in genügender Weise beantwortet sind, das mag diese kurze Anregung in Erinnerung bringen. N. W.

Ein nenentdecktts Bild von Lessing.

Bekannt ist die aus Karl Lessings Biographie seines großen Bruders stam­mende Anekdote aus Gotthold Ephraim Lessings Jugend, nach welcher derselbe, als er in seinem fünften Jahre gemalt werden sollte und der dazu bestellte Künstler ihn mit einem Vogelbauer darstellen wollte, sich das verbat und ent­weder mit einem großen Haufen Bücher oder gar nicht gemalt sein wollte. Der Maler es war derselbe, der dem Knaben später Zeichenunterricht er­theilte fügte sich dem kleinen Bücherfreunde, und das Bild lebte geraume Zeit mit der Anekdote fort. Später verloren gegangen, wurde es vor einiger Zeit in einer Dachkammer der Kirche zu Kamenz unter altem Gerumpel wieder aufgefunden und dem dortigen Lessingstift übergeben. Hier sah es dann Pro­fessor Hettner aus Dresden, der sich dadurch veranlaßt fand, den Fund in wei­tern Kreisen bekannt zu machen. Derselbe sagte darüber imDresdener Jour­nal" ungefähr folgendes:

Das Bild ist nicht, wie die Schilderung des Biographen Lessings ver-