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Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten.
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Achtnndvierzig Briefe von Zohnnn Gottlieb Fichte und seinen Verwandten.

Mitgetheilt von Moritz Weinhold.

Die folgenden Briefe zweiunddreißig von Fichte selbst, elf von seiner Frau, drei von seinem Bruder Gottlob, einer von seinem Bruder Gotthelf und einer von seiner Mutter, sind bisher noch nicht gedruckt worden. Dieselben beziehen sich, als Briefe von Verwandten an einander zunächst auf Familien­angelegenheiten!, so jedoch, daß darin auch Fichte's Lebensschicksale und geistige Bestrebungen in mannigfache Erwähnung kommen, ja daß sogar einige Ergän­zungen zu dem davon bereits Bekannten geboten werden. Indeß würde mich dies noch nicht zur Veröffentlichung derselben bewogen haben, wenn ich ihnen nicht noch einen anderen Werth beilegen zu dürfen geglaubt hätte. Sie scheinen mir nämlich einen keineswegs verächtlichen Beitrag zu Fichte's Charakterschilderung zu liefern, indem sie manche Züge und Linien ent­halten, welche dem großartigen monumentalen Bilde, das wir von seinem Wesen in uns tragen, in feiner Nüancirung sdas Mienenspiel größerer Por­traitähnlichkeit leihen, ohne ihm seine Idealität zu rauben.

Warum ich aber diese Reliquien nicht schon zu Fichte's Gedächtnißfeier veröffentlicht, darüber bin ich die Erklärung schuldig: sie liegt ganz einfach in den Umständen. Es war kaum zwei Wochen vor dem t9. Mai, als mir bei Gelegenheit der Erwähnung Fickte's von einer meiner Schülerinnen mitgetheilt wurde, ihre Mutter, die Enkelin von einem Bruder Johann Gottlieb Fichte's, besitze Briefe von ihm. Ich erbat mir die Mittheilung derselben es waren zwei Briefe von I. G. Fichte und einer von seiner Gattin (Nr. 7, 36, 38 der unten folgenden vollständigen Reihe) und veröffentlichte dieselben in einem AufsatzeZur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte" imDresdner Journal".

Das Interesse, welches für die Sache rege geworden war, bewirkte weitere Nachforschungen, und das Ergebniß derselben war die Auffindung einer ganzen fast vergessenen Sammlung von Briefen, welche mir bereitwillig zur Veröffent­lichung überlassen wurden, die denn, nach Vollendung der nöthigen Vorarbeiten,

Grenzboten III. 1862. 11