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Minister und Volksvertreter in Preußen.
In den reactionciren Kreisen Berlins circulirte, wie wi<hören, im letzten Winter eine Denkschrift, deren Verfasser ein gewandter Kenner einflußreicher Persönlichkeiten und ihrer Wünsche ist. Darin waren schlaue Rathschläge über die Behandlung der Kammern und für Discreditirung des constitutionellen Lebens' gegeben. Einige dieser Rathschläge empfahlen so wenig als möglich durch die Kammern zu thun, ihnen die Initiative in wichtigen populären Fragen so viel als möglich zu nehmen, unvermeidlichen Forderungen des Volkes nachzugeben, immer aber aus eigener Machtvollkommenheit, wo möglich so. daß eine Demüthigung der Häuser damit verbunden sei, damit das Volk erkenne, daß nicht ihre Pression, sondern die höhere Einsicht der Krone ihm das Nöthige als Geschenk aus eigner Machtvollkommenheit gebe. Ferner aber das Heer und das Beamtentum der Kammer völlig zu entfremden, nicht zu dulden, daß ein activer Ofsicier in das Abgeordnetenhaus trete, den Beamten thatsächlich zu erweisen, daß, wer an dem constitutionellen System Interesse zeige, jede Ungunst zu gewärtigen habe, welche die Staatsregierung, ohne die Sache auffallend zu machen, ihm zeigen könne. Ja, es müsse keinen Unterschied machen, wie ein Beamter als Abgeordneter stimme, auch die loyalste Parteinahme für das Ministerium dürfe ihm nicht Gnade verschaffen, der Beamte müsse erkennen, daß nur vollständiges Enthalten von solcher ZeitströmUng sein Wohl sichere. Die Minister müßten ihren Verkehr mit den Häusern auf daö Nothwendigste beschränken, jede vertrauliche Auslassung vermeiden, in ihren Beziehungen zu denselben kalte Förmlichkeit zeigen. Im Staatshaushalt müsse die höchste Sparsamkeit in allen Zweigen beobachtet werden, damit man nach und nach mit dem ordentlichen Etat auskomme, nicht mehr die Abgeordneten des Volks bedürfe. So könne die Bildung des preußischen Volkes allmälig aus den Kammern entfernt, und die Theilnahme auf Untüchtige, Einflußlose und hohle Schreier beschränkt werden. Selbst das Herrenhaus sei aus demselben Grunde nicht mit Vorliebe zu behandeln. Dadurch werde das Verfassungsleben im Volke selbst discreditirt werden. — Die Denkschrift scheint da eine Rückkehr zum Princip ständischer Gliederung für möglich zu halten.
Das sind freilich leere Träumereien, in mehren Punkten unausführbar, sie zeigen höchstens, wie verkehrt eine Partei immer noch die Zustände des Staates betrachtet. Wir sind sehr weit von der Annahme entfernt, daß die gegenwärtigen Minister Preußens ein solches Programm mit Wissen und Con-
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