Jahrgang 
1904: 1902/1903
Entstehung
Seite
138
Einzelbild herunterladen
 

Kameruv.

138

Anlage N. III.

Misstonsberichte.

n) Bericht über die Tätigkeit der Basler Mission born 1. Juli 1902 bis 31. März 1903.

Der Gesundheitszustand war im Berichtsjahr im allgemeinen ein guter. Leider forderte das tückische Klima ein Opfer in dem Missionskaufmann GottlieL Fuchs, der am 31. Januar infolge Schwarzwasserfieber starb.

Die Zahl des europäischen sowie des farbigen Per­sonals hat sich nicht nennenswert verändert.

Die Gemeinden erfuhren durch Taufen einen Zu­wachs von 593 Seelen gegenüber 440 im Vorjahr. Die Gesamtzahl der Gemeindeglieder beträgt nun 3637 gegen­über 3044 im vorigen Jahre. Taufunterricht erhielten 803 Personen. Diese Zahl verteilt sich so, daß auf die Station Bonaku 196, Bonaberi 102, Mangamba 186, Bombe 85, Nyasoso 21, Lobethal 84, Edea 53, Victoria 56 und Bnöa 20 kommen.

Die verschiedenen Lehranstalten erfreuen sich eines regen Besuchs, leider müssen wir des Raumes wegen jährlich viele der Petenten abweisen. Wie der Gemeinde­zensus, so hat sich auch der Schulzensus in erfreulicher Weise erheblich vermehrt. Derselbe stellt sich im Ver­gleich zum Vorjahr, wie folgt:

Seminar

Vorjahr. . 21 Jetzt ... 29

Vorjahr . . Jetzt . . .

Mittel­

Knaben- Mädchen­

schulen

schulen schulen

131

69 59

146

113 68.

Gemeinde­

deutsche

schulen

Schulen

2774

131

3597

120.

Somit beträgt die' Gesamtzahl der Schüler 4073 (3738 Knaben und 335 Mädchen).

Im Vorjahr betrug die Gesamtsumme 3185 Schüler (2873 Knaben und 312 Mädchen).

Am erfreulichsten ist der Schulbesuch auf den Stationsgebieten Bonaku, Bonaberi, Mangamba und Edea.

Die Zahl der Besucher der Gottesdienste ist eben­falls überall im Zunehmen begriffen, namentlich auf den Stationen, die zu beiden Seiten des Kamerunflusses liegen, ist der Besuch derselben ein bedeutend besserer als in früheren Jahren.

So dürfen wir also mit Dank gegen Gott auf ein reich gesegnetes Jahr zurückblicken.

Im November unternahm der Vorstand unserer Mission, Missionar Schüler, mit den Missionaren Keller und G. Spellenberg eine Reise nach Bali, woselbst sie von dem Oberhäuptling Fo Nyonga aufs freund­lichste aufgenommen wurden. Seit sechs Jahren, sagte Fo Nyonga, schreien (orz^) wir nach der Mission. Er wollte die Missionare gar nicht mehr gehen lassen und ließ sie nur dann ziehen, als sie ihm versprachen, daß bald zwei Missionare in Bali aufziehen werden. Die zwei für Bali bestimmten Missionare Ernst und Leim-