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1904: 1902/1903
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Dentsch-Ostafrika.

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Anlage IV.

Missionslierichte.

L Elinngelischc Missiunc».

I. Evangelische Missionsgesellschast fne Deutsch- Ostasrika.

1. Bericht über die Tätigkeit der evangelischen Mission in

Nsambara vorn 1. April 1902 bis 1. April 1903.

Seit 1891 arbeitet die evangelische Mission in Usain- bara. Es sind im Laufe dieser 12 Jahre 4 Hauptstationen und 16 Außenstationen angelegt worden, von denen die ersteren sämtlich mit je zwei verheirateten Missionaren besetzt sind. Seit dem Februar dieses Jahres ist die An­lage einer fünften Hauptstation in Angriff genommen. Auf 7 Außenstationen wohnen eingeborene Lehrer, die übrigen sind zurzeit noch unbesetzt. Die Namen der Stationen find folgende:

1. Hohenfriedeberg. Begründet 1891. Missionare: ?. Johanssen und ?. Wohlrab. Diakone: Meyer, Vorsteher der Tischlerei, und Nünneke. Bestand der Gemeinde am 1. April 1903: 211 Getaufte, 91 Tauf- bewerber. In der Stationsschule 64 Schüler. In den 3 Außenschulden: 45. Im Laufe des Jahres wurde eine Mittelschule eingerichtet, es sind gegenwärtig 16 Schüler im Unterricht. Gesamtzahl der Schüler: 125. In Wil­helmsthal wurde eine Schule mit Lehrerhaus und bei Mlalo und Ngwelo Rasthäuser zum Aufenthalt auf Predigtreisen gebaut. Die Anlage zur Aufnahme Aus­sätziger wurde erweitert. In der Tischlerei arbeiten 6 Gesellen und 5 Lehrlinge. 6 eingeborene Lehrer helfen in den Schulen. Eine Anzahl von Gehöften eingeborener Christen, deren Häuser sorgfältiger gebaut und geräumiger sind, als die ihrer heidnischen Landsleute, umgibt die Station.

2. Neu-Bethel. Begründet 1893. Missionare: ?. Ruccius und ?. Dupro. Bestand der Gemeinde: 66 Getaufte, 62 Taufbewerber. Schüler insgesamt: 101. Predigtplätze und Schulen: Mbalu, Mti, im Bau: Wangwi, Mambo und Ponde. 5 eingeborene Lehrer. Ein wichtiges Ereignis im Leben der Station bildete die Fertigstellung der neuen Kirche, die im November 1902 eingeweiht wurde. In der Gemeinde befinden sich außer Washambala 5 Wapare, 2 Mbugu, 1 Munyamwezi und 1 Myao. Ein Weg nach der Außenstation Ponde wurde angelegt, deutsches Obst angepflanzt. Himbeeren trugen gut, der erste Apfel ward geerntet. Die Christen fingen hier wie in Hohenfriedeberg an, neben Gemüsebau auch Schweine zum Verkauf groß zu ziehen.

3. Wuga. Begründet 1895. Missionare: ?. Gleiß und ?. Döring. Diakon: Hassel, Landwirt, Missions­schwester Fräulein Bebermeier. Im Januar verließ der bisherige Leiter ?. Langheinrich die Station, um die Neuanlage einer weiteren zu leiten. Bestand der Ge­meinde: 63 Getaufte, 20 Taufbewerber. Schüler ins-