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1904: 1902/1903
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Samoa.

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Samata eine 3,6 in breite, 12 m lange Brücke über einen Wasserlauf, welcher ca. 6 in tief eingeschnitten ist, erbaut.

Die Wasserstelle in Salaelua, Sabaii, welche bei schwerem Seegang stets demoliert wurde, ist mit einer Zementmauer eingefaßt und der Abfluß mit Tonröhren versehen.

Die Eingeborenen von Upolu und Savaii sind mit dem Hauptweg fertig und haben denselben unentgeltlich zur Zufriedenheit gebaut' es fehlen nunmehr noch die schwierigen Stellen, welche nicht ohne Hilfe des Gouver­nements, namentlich auch in pekuniärer Beziehung, gebaut werden können.

Das im Januar d. I. durch Explosion der Lampe Hafenbauten abgebrannte Leuchthaus in Vaea ist an derselben Stelle wieder ausgebaut worden und soll mit Acetylenlicht ver­sehen werden.

Die unbrauchbar gewordene Landungsbrücke (Bis- marckbrücke), welche direkt vor dem Apia-Hotel stand, ist abgerissen und eine neue aus dem östlich angrenzenden, dem Gouvernement gehörigen, früher Fabriciusschen Grundstück erbaut worden. Dieselbe wurde soweit ver­längert, daß Boote auch bei Niedrigwasser bequem an­legen können' auch wurde ein kleines Hans auf Frei- psosten als Warteraum daraus errichtet.

Die Anlegestelle beim Zollamt, welche fortwährend versandet, mußte verschiedene Male ausgebaggert werden.

An öffentlichen Gebäuden wurden aufgeführt:

Ein neues Dienstgebäude mit Zementboden im Par- Hochbauten, terre, mit Nebengebäuden. Daselbst befinden sich die Diensträume des Obergerichts, des Bezirksgerichts, der Polizei und ein Baubureau, sowie Beamtenwohnungen.

Zwei Arbeiterhäuser mit Raum für im ganzen 60 Mann mit je einem Kochschuppen und einem Wasserklosett.

Der Empsangsschuppen des Zollamts erwies sich verschiedene Male als unzulänglich' er wurde nach beiden Seiten um je 1,8v m verbreitert' der Petroleumschuppen wurde um 6 m verlängert. An die Ostseite des Zoll­gebäudes wurde eine 2,3 m breite Veranda angebaut.

Das gemietete Pulverhaus in Matautu steht dicht Lei bewohnten Gebäuden,' es war deshalb nötig, für das in größeren Quantitäten für Wegebau usw. importierte Dynamit einen anderen Raum zu beschaffen. Das neue Haus wurde am äußersten Ende von Mulinuu aus Konkretmauerwerk mit Eisendach und eiserner Tür gebaut.

An den bestehenden Gebäuden wurden verschiedene notwendige Veränderungen vorgenommen, die erforder­lichen Reparaturen gemacht und der Anstrich, wo nötig, erneuert.

In Apia selbst war die private Bautätigkeit keine nennenswerte,' dagegen wurden aus den neuangelegten Pflanzungen Wohnhäuser, Arbeiterhäuser und die sonst zum Betrieb nötigen Bauten errichtet.

VI. Die wirtschaftlichen Verhältnisse.

a) Landwirtschaft.

Die mit Kakao bebaute Fläche hat sich infolge der Neuanlagen der im Berichtsjahr eingewänderten Pflanzer aus 800900 da, d. h. mehr als das Doppelte des Vor­jahrs, vermehrt. Von den 800 da sind rund 50 Im tragsähig.

Das Auftreten einer Kakaokrankheit in Ceylon und Holländisch-Jndien nötigte dazu, die Einfuhr von Kakao- saat- und pflanzen aus den infizierten Ländern zu ver­bieten und die Einfuhr aus andern Gegenden von vor­heriger Genehmigung des Gouvernements abhängig zu machen.

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Kakao.