Deutsch-Neu-Gmuea.
333
Anlage L. VII.
Usst.
1. Altes Schutzgebiet.
Das Postwesen des Schutzgebiets untersteht dem Postamt in Herbertshöhe, welches von einem Fachbeamten (Postassistenten) verwaltet wird. Außer dem Postamt befinden sich im Schutzgebiete vier Postagenturen, in Friedrich - Wilhelmshasen, Stephansort und Berlinhafen aus Kaiser Wilhelmsland, und auf Matupi (Bismarck - Archipel). Die Postagentur in Friedrich- Wilhelmshasen wird von einem Beamten der Landesverwaltung, die in Stephansort von einem Mitglied der evangelischen Mission, die in Berlinhafen von einem Mitglied der katholischen Mission und die in Matupi von einem Angehörigen der Firma Hernsheim & Co. verwaltet. Sämtliche Postanstalten besassen sich mit dem Bries-, Paket- und Zeitnngsdienst, alle außer Matupi nehmen außerdem am Postanweisungs- und Nachnahmeverkehr teil.
Die Postverbindungen werden durch die Reichs-Post- dampser-Zweiglinie des Norddeutschen Lloyd Singapore— Neu - Guinea—Sydney hergestellt, wodurch das Schutzgebiet alle 6 Wochen Postverbindung von und nach Singapore und Sydney erhält.
Die Zahl der Briespostsendungen beim Postamt in Herbertshöhe betrug 45 200, nämlich 20 100 ausgelieferte und 25 100 eingegangene. Darunter waren eingeschrieben 1416 und 776 Stück. 108 Pakete wurden ausgeliefert, 260 gingen ein. Postanweisungen wurden angenommen 368 über 53 713 -/L, ausgezahlt 35 über 6786 Die Zahl der ausgehändigten Zeitungsnummern belief sich aus 4589.
2. Karolinen und Marianen.
Aus Ponape und Jap (Karolinen) sowie aus Saipan (Marianen) befinden sich Postagenturen, deren Verwaltung von Landesbeamten nebenamtlich besorgt wird und die sich mit dem Bries-, Paket- und Zeitungsdienst besassen,' in Ponape und Jap besteht auch der Postanweisungsdienst.
Die Postverbindungen mit den Karolinen und Marianen werden durch einen Dampfer der Jaluit-Ge- sellschast hergestellt, der dreimal jährlich von Sydney über Jaluit-Kusaie—Ponape—Ruk—Saipan—Jap nach Hongkong und über dieselben Orte zurückfährt. Hierdurch erhalten die Inseln sechsmal jährlich Verbindung mit der Heimat.
Die Zahl der eingegangenen Briefsendungen betrug 8800, darunter 888 Einschreibsendungen' die der aufgelieferten 5500, darunter 1406 eingeschriebene. Es gingen 169 Pakete einund 36 wurden ausgeliefert. Die Zahl der ausgehändigten Zeitungsnummern belies sich aus 6491. Die Gesamtzahl der Postanweisungen betrug 110, ihr Betrag 11 538 H.