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1904: 1902/1903
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Togo.

Anlage 6. III.

Missionstierichte.

1. Dir Kasrirr Missron in T»gn.

Berichtsjahr 1902/03.

Das Hauptereignis im vergangenen Berichtsjahr ist die beschlossene kostenlose Abtretung aller in Deutsch-Togo gelegenen Baseler Außenstationen an die Norddeutsche Missionsgesellschaft in Bremen.

Um es der Bremer Mission zu ermöglichen, die ab­zutretenden Stationen mit eigenen Gehilfen zu besetzen, werden wir mit Januar 1904 unsre Lehrer aus der Boem- landschaft vorerst zurückziehen. Dort haben wir Ge­meinden in Worawora, Guamang, Gyeasekang, Borada und Akpaso. Wo vor diesem Termin Lücken entstehen, wird Bremen Ersatz stellen. Mit 1905 sollen dann die übrigen Stationen in NkongL und Pantö übergeben werden.

Es wird der Baseler Mission nicht leicht, ihre ge­segnete Arbeit in Togo auszugeben. Die Geistesverwaud- schaft der Bremer Mission hat ihr diesen Schritt erleichtert. Unser Wunsch ist es, es werde den Bremern möglich sein, alle unsere Gemeinden mit eignen Gehilfen zu besetzen und das Werk fortzuführen.

Unsere Gemeindegliederzahl ist von 641 aus 719 ge­stiegen, sie hat also um 78 zugenommen. Obenan steht Bume mit 20 und Vakpo mit 19 Seelen Zuwachs. Der Verkündigung des Evangeliums wird überall und mit Aufmerksamkeit zugehört. Manche Dörfer könnten mit Lehrern besetzt werden, wenn man die Bitten alle be­friedigen könnte. Manche Gemeinden haben unter dem Wegzug ganzer Familien schwer gelitten. Man kann nur mit Bedauern ansehen, wie die Togoneger massenweise nach der Goldküste hinüberziehen, um dort lohnende Arbeit zu finden. So viel in unseren Kräften steht, suchen wir die Leute zu halten und sie zur Kakaokultur, wo es angeht, anzuspornen. Auf der Goldküste hat unsere Mission den Anstoß zu dieser zu hoher Blüte gelangten Kultur gegeben und zwar ohne europäisches Kapital. Wo der Boden günstig ist, ließe sich in Togo auch vieles erreichen. Ein freier Bauernstand ist die sicherste Gewähr für eine ge­sunde Entwicklung der Kolonie.

Unsere Schulen betreffend kann gesagt werden, daß unsere Mission dem Wunsch der Regierung nach bestem Ver­mögen Rechnung getragen hat, den deutschen Sprach­unterricht einzuführen. In Worawora, wo der in Basel ausgebildete farbige Missionar Clerk steht, visitierte Missionar Martin die Schule und berichtete, er sei er­staunt gewesen, wie fließend die Schüler des 7. und 8. Schuljahrs Deutsch lesen und das Gelesene in die Landessprache gut übersetzen konnten. Er hielt auch eine leichte Unterredung mit den Schülern, wo er auf seine Fragen gute Antworten bekam. Auch hatten die Schüler leichtere Gedichte auswendig gelernt und deutsche Lieder wurden vierstimmig gesungen.

Auf sämtlichen Togostationen wurde seit Januar 1899 kein englischer Unterricht mehr erteilt. Hätten wir deutsch-