208 Deutsch-Ostafrika.
Bezirke
Weihe Bevölkerung
(Stand 1.1.1909)
Fremde Farbige (Inder usw.)
(19
Eingeborene
06)
Übertrag:
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Summa
3043
81
23
84
42
48
66
3387
9791
78
65
105
11
50
?
10 100
3 172 000
152 000
56 000
345 000
3 000 000
330 000
7 055 000 .
Nach ihrer Staatsangehörigkeit zerfallen die 3387 Weihen in 2384 (im Vorjahre 2014) Deutsche, 304 (273) Kolonialengländer, Buren usw., 204 (132) Griechen, 97 (95) Franzosen, 79 (67) Russen, 76 (66) Engländer, 67 (66) Österreicher, 54 (40) Italiener, 53 (46) Holländer und 79 sonstige Europäer. Hinsichtlich des Berufes ergibt sich folgende Zusammenstellung:
Ansiedler, Pflanzer, Farmer. 514 (479)
Geistliche und Missionare. 374 (349)
Regierungsbenmte. 353 (322)
Kaufleute, Händler usw. 261 (227)
Ingenieure, Techniker usw.221 (110)
Schutztruppenangehörige.218 (180)
Handwerker, Arbeiter usw. 136 (148)
Ärzte. 14 (8)
Sonstige Berufe. 228 (231)
H. Die natürlichen Landschaften.
Als natürliche Landschaften faßt die moderne Geographie, ungeachtet irgendwelcher politischer Grenzen, diejenigen Teile eines Landes zusammen, die in allen oder wenigstens der Mehrzahl der im vorhergehenden besprochenen Faktoren: Oberflächengestaltung, Geologie, Klima usw., Übereinstimmung zeigen.
Versuchen wir in Deutsch-Ostafrika eine solche Gliederung in natürliche Landschaften durchzuführen, so ergibt sich sehr bald eine erhebliche Schwierigkeit: Die Geomorphologie bedingt infolge der im wesentlichen meridional verlaufenden, im Landschaftsbilde, wie wir gesehen, deutlich hervortretenden tektonischen Linien eine Gliederung in ost-westlicher Richtung in Küstenland, Randgebirge und Hochland; das Klima aber, das in erster Linie von dem Stand der Sonne abhängig ist, zerlegt Deutsch-Ostafrika in zwei von Norden nach Süden sich erstreckende Teile, die beiden nördlichen Klimaprovinzen mit zwei Regen- und zwei Trockenzeiten und die südliche Passatprovinz mit einer Regen- und einer Trockenzeit im Jahre. Um zu einer endgültigen Gliederung zu gelangen, ist es also notwendig, diese beiden Faktoren gegeneinander abzuwägen und sich für einen von beiden zu entscheiden. Wir werden in unserer Darstellung die orographisch-morphologischen Verhältnisse als Grundlage für die Herausarbeitung der natürlichen Landschaften annehmen und dem Klima