Die Marshallinseln. LLEEECLWELLLSL^ 253
nehmen ist die 1986 vvn Deutschen negrnndete Schlancien fehlen. Daqeiten werde» Mucken, „Marianen-Handelsgesellschaft", der vvn 1907 an Wespen, Skvrpivne und Hnndertfnstler nicht selten auch die drei nördlichsten, svlange vvn einem Ja- lästig empsnnden. In den letzten Jahren litten paner ansgebcnteten Bvgelinseln in Pacht gegeben Saipan und Tinian an einer erschreckenden F-licgen- wnrden. Fische sind ebenfalls in Menge vvrhan- plage. Die impvrtierten Bienen haben sich gut den, werden aber nvch längst nicht sv ansgenützt, vermehrt und lassen eine reiche Hvnig-»nd Wachs- wie eS zn wünschen wäre. produktiv» erhoffen.
Die Bevölkerung umschließt neben Chamorros und Karoliniern auch etliche Japaner, Malaien, Tagalen, Neger, Spanier und neuerdings die wenigen deutschen Beamten und Missionare, die alle Mühe aufwenden, ihre Untergebenen durch Unterricht und geregelte Arbeit physisch und moralisch zu heben. Die Chamorros sind -— äußerlich wenigstens — sämtlich katholische Christen, die Karolinier dagegen Heiden. Deshalb und noch mehr wegen ihrer äußerst mangelhaften Bekleidung werden sie von den Chamorros verachtet. Eine Vermischung beider Elemente findet kaum statt, wäre aber im Interesse der zwar geistig regsamen, aber körperlich minderwertigen Chamorros wohl zu wünschen. Diese tun sich häufig durch Putz- und Spielsucht und leidenschaftliches Wetten bei den allgemein beliebten Hahnenkümpfen unangenehm hervor.
An der Spitze jeder Gemeinde steht der Ortschulze, den ein Vertreter unterstützt. Die Dörfer sind in Bezirke eingeteilt, für welche je ein Aufseher ernannt ist, der den Gesundheitszustand überwacht, die öffentlichen Arbeiten leitet und die wenigen Steuern einzieht, nämlich drei Mark für jede männliche Person vom fünfzehnten bis zum fünfzigsten Lebensjahre, sowie die Gewerbe-, Jagdwaffen-, Hündinnen- und Schlachtsteuer. Außerdem besteht eine Arbeitsteuer, die für verheiratete Männer zwölf Tage, für Junggesellen zwanzig Tage im Jahre beträgt. Die Strafkolonisten an der Laulaubucht, dem Zukunftshafen Saipans, werden nicht im süßen Nichtstun gehalten, sondern müssen nützliche Arbeiten verrichten, Wege und Pflanzungen anlegen, um die beabsichtigte Niederlassung vorzubereiten. Dank dieser vernünftigen Maßnahmen zeigen Handel, Industrie und Schiffahrt entschiedene Anläufe zur Besserung, und selbst der lange daniederliegende Acker- und Gartenbau nimmt durch die Fürsorge der Regierung einen neuen Aufschwung.
3. Die Marshallinseln.
Im Osten der Karolinen tauchen in doppelter Reihe mehr als dreißig niedere Atollringe aus dem Ozean auf. Es sind die M a r s h a l l i n s e l n, unser kleinster überseeischer Besitz, der sich zwar ans ein Meeresgebiet von 350 000 cchm verteilt, in Wirklichkeit aber noch nicht 450 cchin festen Landes umschließt. Seine Grenzen werden durch den 4. und 15., beziehungsweise 19. Grad nördlicher Breite und den 161. und 173. Meridian östlich von Greenwich bestimmt. Völlig abgesondert liegt im Süden, schon 50 1cm jenseits des Gleichers, das gehobene Eiland Nauru oder Nawodo.
Die einzelnen Riffkräuze ruhen auf zwei submarinen, platten Rücken, die durch eine tiefe, kaualartige Furche voneinander getrennt sind. Die östliche längere Kette führt den einheimischen Namen Ratak, d. h. Inseln gegen Tagesanbruch. Sie zählt fünfzehn Atolle, nämlich das weit nach Norden bis über den 19. Parallel hinausgerückte Wake, das ebenfalls isolierte Taongi oder Gaspar Rico und dann in dichterer Folge Bikar, Utirik, Taka, Mejit, Ailuk, Likieb, Wotje, Erikub, Maloelab, Aur, Majuro, Arno und Mile. Der