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Deutsch-Südafrika im 25. Jahre Deutscher Schutzherrschaft : Skizzen und Beiträge zur Geschichte Deutsch-Südafrikas / von Wilhelm Külz
Entstehung
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II.

Entstehung und Werdegang der deutschen Plätze und Bezirke.

Der Bezirk Keetmanshoop.

Die Besiedelung Deutsch-Südafrikas durch Weisse hat von Süden her begonnen. Abgesehen von vereinzelten Versuchen kapländischer Buren und Engländer*) gelang es zuerst weissen Missionaren, von ihrem kapländischen Arbeitsfelde her festen Fuss jenseits des Oranjeflusses zu fassen. Folgt man heute ihren Pfaden, so betritt man nach Ueberschreiten des die ganze Süd­grenze des deutschen Schutzgebiets bildenden Oranjeflusses den heutigen Bezirk Keetmanshoop, einen Verwaltungsbezirk, der mit 100 000 Quadratkilometern beinahe den achten Teil des Schutz­gebiets ausmacht und an Flächeninhalt dem Königreich Bayern nebst Königreich Württemberg und Grossherzogtum Hessen gleich­kommt. Den nach dem Oranje zu gelegenen Teil dieses grossen Bezirkes bildet der

Distrikt Warmbad.

Der Distrikt umschliesst das südlichste Namaland, in der Haupt­sache das frühere Gebiet des Hottentottenstammes der Bondel- zwarts, die bis zu ihrer völkerschaftlichen Vernichtung im Norden bis zum Löwenfluss, im Westen bis zum Fischfluss, im Osten bis zum Backfluss und im Süden bis zum Oranje gesessen haben. Durch die Oranjeflussberge, ein unwegsames, oft kilometerweit sich erstreckendes Durcheinander von kahlen, zerklüfteten Höhen-

*) Näheres u. a. bei Francois, Deutsch-Südwest-Afrika, Berlin 1899. S. 1 ff.