Jahrgang 
1911: 1909/1910 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
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1
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I. Deutsch-Ostafrika.

('Bericht des Medizinnlreferats.)

A. Ärztlicher Teil.

I. Allgemeines.

a. Das Sanitätspersonal und seine Verteilung.

Nach dem Etat sollte das europäische Personal für den Sanitäts­dienst im Schutzgebiete bestehen aus:

39 Sanitätsoffizieren der Schutztruppe,

1 Sanitätsoffizier des Heeres,

59 Sanitätsunteroffizieren der Schutztruppe,

3 Regierungsärzten,

1 Gouvernementsapotheker,

1 Laboratoriumsgehilfen,

2 Kanzleigehilfen,

11 Schwestern des Deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien.

Die drei neu in den Etat eingestellten Regierungsarztstellen konnten noch nicht besetzt werden; mit den ihnen zugedachten Auf­gaben der Seuchenbekämpfung in den wirtschaftlich am meisten be­drohten Bezirken mußten Sanitätsoffiziere betraut werden, wie es schon in den letzten Jahren geschehen war.

Die Leitung des gesamten Sanitätsdienstes und die damit ver­bundene Verwaltungstätigkeit lag dem Medizinalreferat ob, das vom Oberstabsarzt der Schutztruppe wahrgenommen wurde. Drei Sani­tätsunteroffiziere waren als Schreiber zugeteilt. Während des Be­richtsjahres war der Oberstabsarzt wiederholt auf Besichtigungs­reisen und einmal auf einer längeren Informationsreise über den Stand der Schlafkrankheit im Schutzgebiete abwesend; er wurde während dieser dienstlichen Abwesenheit durch den jeweils ältesten in Daressalam anwesenden Sanitätsoffizier vertreten.

Vier Sanitätsoffiziere und zehn Sanitätsunteroffiziere sowie ein Kanzleigehilfe fanden in den großen Krankenanstalten, nämlich dem Gouvernements-Krankenhause in Daressalam, dem Gouvernements- Krankenhause in Tanga und dem Sewa-Hadji-Hospital für Farbige in Daressalam Verwendung.

Medizinalberichte über die deutschen Schutzgebiete. l'JOy/lO. |