VI. Karolinen, Marshall- und Palau-lnseln.
A. Jap (Westkarolinen).
Berichterstatter: Regierungsarzt Dr. Buse.
1. Allgemeines.
1. Sanitätspersonal.
Zur Unterstützung des Regierungsarztes war in Jap vom Dezember 1911 bis Schluß des Berichtsjahres ein weißer Heilgehilfe stationiert. Für den Krankenzugang zum Hospital hat sich dies als sehr günstig erwiesen, da bei der Möglichkeit der Arbeitsteilung die Insel ständig bereist werden und die säumigen Kranken ärztlicher Obhut schnellstens zugeführt werden konnten. Viele schwer Leidende werden ja auf Jap zu spät in Behandlung gebracht, nachdem die Krankheit — meist schwere Anämien und Tuberkulose — unheilbare Schädigungen des Körpers hervorgerufen hat. Dadurch, daß von Monat zu Monat die einzelnen Dörfer inspiziert wurden, konnte die Gesamtheit des Japvolkes überwacht weiden.
2. Hospitalbauten und andere sanitäre Einrichtungen.
Auf dem zum Hospital gehörigen, hügelig ansteigenden Gelände ist für die weiße Hilfskraft ein einzimmeriges Haus, 8:6:4m, errichtet mit den erforderlichen Nebenräumen; eine ungefähr 40 cbm haltende, vom Hausdach mit Regenwasser versorgte Zisterne, welche in den Felsen gehauen, auf einfachste Weise hergestellt wurde, versorgt Küche, Bad und Abort des Heilgehilfenhauses. Dieser felsige Boden der Insel erstreckt sich über ihr ganzes Gebiet; meist ist er nur mit geringem Humus überdeckt, der kärglichen Gewinn für den Bebauer in sich birgt.
3. Wasserversorgung.
Nutzen wird dieser Felsen bringen bei der Errichtung von Zisternen zur Wasserversorgung der Eingeborenendörfer. Kein Fluß oder Bach ist vorhanden, der Wasser für Küche und Bad den Japleuten liefern