Krankendienst.
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Ankylostomiasis.
Ankylostomiasis ist, wie auch aus früheren Berichten hervorgeht, recht häufig. Selten führt jedoch die Krankheit an sich die Leute zum Arzt. Anämische Erscheinungen, wie Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerz, Schwächegefühl, Ödeme und Magenbeschwerden, sind dann die Beschwerden, derentwegen der Kranke den Arzt aufsucht. Meist findet man jedoch die iVnkylostomumeier nur bei gelegentlichen Stuhluntersuchungen bei Gesunden oder bei Leuten, die wegen ganz anderer Krankheiten zum Arzte kamen. An eine Ausrottung der Ankylostomiasis ist vorläufig nicht zu denken. Bei gelegentlichen Dienstreisen wurde die Bevölkerung über das Wesen der Wurmkrankheit aufgeklärt und angewiesen, geeignete Aborte anzulegen.
Windpocken.
Gegen Ende des Berichtsjahres wurde eine kleine lokale Epidemie von Windpocken unter den Arbeitern beim Brückenbau in Ghefi beobachtet. Strengere Maßnahmen waren jedoch bei der relativen Harmlosigkeit der Krankheit nicht erforderlich.
7. Gesundheitsverhältnisse der Stationen.
Die Gesundheitsverhältnisse unter den Europäern im Bezirk waren im allgemeinen befriedigend. Der einzige Todesfall betraf eine Missionarsfrau im Norden des Bezirks, die bereits längere Zeit an Dysenterie erkrankt, nicht in ärztlicher Behandlung stand, und anscheinend plötzlich einer Perforationsperitonitis erlag.
8. Soziale Hygiene.
Die Gefangenen in Palime und Misahühe wurden monatlich auf ihren Gesundheitszustand untersucht. Beanstandungen in L’nterkunft und Verpflegung waren nicht nötig. Erkrankte Gefangene und Steuerarbeiter wurden ins Krankenhaus aufgenommen.
Wie alljährlich, wurden auch diesmal bei Beginn des Schuljahrs die die öffentlichen Schulen besuchenden Kinder untersucht und geimpft.
111. Krankendienst.
9. Krankenbewegung.
Für das Berichtsjahr
1911 / 1 -
a. Krankenzugang:
Europäer
Farbige
Bestand.
—
12
Zugang .
37
458
Behandlungstage.
24-
4 503
b. Abgang: Geheilt .
35
3 »3
Gestorben .
1
4
Anderweitig.
—
53
Bestand bleiben.
1
30