Jahrgang 
1915: 1911/12 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
Seite
433
Einzelbild herunterladen
 

Krankendienst.

433

Die Verbreitung der Geschlechtskrankheiten und deren Folge­erkrankungen waren auch in diesem Jahre nicht unbedeutend.

Selten kam es zu Infektionen durch die regelmäßig untersuchten Dirnen. Die gelegentliche Prostitution war auch hier die Haupt­ansteckungsquelle.

Filarienerkrankungen waren häutig. 12 Fälle von Elephantiasis scroti wurden operiert. Auch in diesem Jahre konnte wieder die Be­obachtung gemacht werden, daß eine größere Anzahl von als Reservisten zur Übung eingezogener Eingeborener aus dem Bezirk Lome-Land kurze Zeit nach Beginn des Dienstes an Guineawurm erkrankten.

III. Krankendienst

11. Krankenbewegung.

Für das

Vorjahr

Für das Berichtsjahr

1910/11

1911/12

a. Zugang

Europäer

Farbige

Europäer

Farbige

Durchschnittl. Ist-Stärke 198

7 59 2

182

7 783

Bestand .

. . . 22

74

15

105

Zugang .

633

3 573

45 1

3 655

Behandlungstage . . . .

2 911

39 535

2 588

40 006

Das Verhältnis der Zugänge zur Ist-Stärl

ce ist nicht

anzugeben, da

unter den Zugängen v

iele nicht zu den ständigen Bewohnern Lomes

gehören.

Für das Vorjahr

Für das Berichtsjahr

1910/

I I

1911/1:

2

b. Abgang

Europäer

Farbige

Europäer Farbige

Geheilt.

2 466

342

2 913

Gestorben.

17

7

79

Anderweitig . . . .

1 090

11 7

768

Bestand bleiben

15

105

IO

141.

Von den 451 Zugängen der Europäer waren 420 Männer, 31 Frauen, und zwar waren :

Beamte. männlich 106, weiblich 15,

Missionare. » 19, » 6,

Kaufleute. » 86, » 1,

Gewerbetreibende. » 26, » 7,

Angestellte der Verkehrsanlage » 121, » 2,

Von außerhalb zugegangen ... » 62, ».

Sie wurden zusammen mit dem Bestände von 15 Kranken in 505 Krankheitsfällen behandelt.

Die 37bo Eingeborenen wurden in 391)7 Krankheitsfällen behandelt.

12. Tätigkeitsbericht der großen Krankenanstalten.

Im Königin-Charlotte-Krankenhaus wurden 94 Kranke verpflegt (28 Beamte, 66 Privatkranke) in 1 533 Tagen. Zu einem Bestände von zwei Kranken gingen 92 zu. Es blieb ein Bestand von fünf Kranken. Die durchschnittliche Beleg­zahl betrug 4,2.

Medizinalberichte über die deutschen Schutzgebiete. 1911/12. 28