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1915: 1911/12 / hrsg. vom Reichskolonialamt
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361
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Allgemeines.

Ebolowa.

Die Leichen werden noch am Todestage auf besonderen Plätzen oder im Busch weitab von Wohnungen beerdigt.

J aunde.

Es gibt einen Friedhof für Europäer sowie für Farbige. Die Eingeborenen bestatten Angehörige in der Nähe der Hütten.

Akonolinga.

Drei Friedhöfe, je einen für Europäer, Farbige und Schlafkranke. Eine Kontrolle der Tiefe der von Farbigen angelegten Gräber ist erforderlich.

Du me.

Es ist ein Begräbnisplatz für die Angehörigen der Station geschaffen. Die Eingeborenen begraben die Toten mit Vorliebe in nächster Nähe der Häuser.

Molundu.

Es wird Erdbestattung in einiger Entfernung von den Dörfern geübt; sind viele Tote begraben, so wird das Dorf aus Furcht vor den bösen Geistern verlegt.

Bare.

Es besteht ein Begräbnisplatz für die Station, ebenso Beerdigungsplätze für Eingeborene.

Bamenda.

Es ist ein Begräbnisplatz für Farbige eingerichtet.

Garua.

Es besteht ein Europäerfriedhof, weiterhin einer für Farbige der Station sowie für Eingeborene. Letzterer wird benutzt, jedoch ist die Kontrolle schwer, ob und wieviel Leute im Busch usw. beerdigt werden.

Kusseri.

Es besteht ein Friedhof für Weiße sowie für Farbige der Station.

10. Organisation des Sanitätswesens.

Bearbeiter; Stabsarzt Dr. Roesener.

Wesentliche, für das Schutzgebiet bedeutsame Neuerungen auf dem Gebiete sind im abgelaufenen Berichtsjahre nicht geschaffen worden.

Im Schutzgebiet ist eine Privatapotheke vorhanden, und zwar in Duala. Sie ist Eigentum der Afrikanischen Kompanie-Aktiengesell- schaft und im Dezember 190g eröffnet worden. Ende des Berichts­jahres mußte sie zeitweilig geschlossen bleiben, da ein Apotheker nicht vorhanden war.

Bevölkerungsstatistik.

Bearbeiter: Stabsarzt Dr. Jäger.

Die Bevölkerungsstatistik konnte in Kamerun bei der geringen Zahl des für die Verwaltung des großen Gebiets zur Verfügung stehenden Personals noch nicht weit entwickelt werden. Wo Zahlen angegeben werden, sind sie naturgemäß ungenau.

So wurden in Ebolowa vor einigen Jahren etwa 160000 an­genommen, jetzt nur noch 99 934.