Jahrgang 
1908: 1906/1907
Entstehung
Seite
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ferner der Reisende -durch stundenlanges Sitzen im offenen Boot ohne Schutz gegen Tropenregen und Tropensonnen, schein wesentlich mehr ermüdet und gesundheitlich an­gegriffen wird, als bei schneller Fahrt im Motorboot mit einer wenn auch ganz einfachen Kajüte, liegt auf der Hand. So hat auch die gerade im Berichtsjahre nötig gewesene Überwachung der Pflanztätigkeit der Ein­geborenen nicht in dem wünschenswerten Maße durchge­führt werden können.

Auch der Verkehr von Schlepplasten zwischen dem Anlage i'. ^ 5 ^ Bezirksamte und den Seeschiffen macht wegen der großen Entfernung von 45 Minuten Bootsfahrt eine Pinasse erforderlich. Eine Pinasse würde in 1 Stunde die Lasten- transporte bewältigen, zu denen sämtliche Ruderboote 2 ^ 23 ständige Arbeit brauchen.

Die Häfen des Jnselgebiets haben im Jahre 1906 51 Schiffe mit 20 149 Tonnen gegen 32 Schiffe mit 27 624 Tonnen im Vorjahre angelaufen. Im einzelnen verteilt sich der Verkehr auf die Inseln wie folgt:

Eingelaufen

Anzahl der > Register- Schiffe ! tonnen

Ponape.

25 ^ 10 203

Truk.

15 i 4 289

Kusaie.

11 j 5 657

Zusammen . . .

51 ! 20149

Im Vorjahre . .

50 ^ 27 624

Gegen das Vorjahr . .

-j- 1 ! 7 475

Der Rückgang in der Tonuenzahl trotz der Zunahme der Anzahl erklärt sich daraus, daß im Berichtsjahre nur je 3 Kriegsschiffe das Jnselgebiet besucht haben, gegen 8 im Vorjahre, und bei dem hohen Tonnengehalt dieser Schiffe der regere Verkehr seitens der vielen kleinen Schiffe den Unterschied in der Tonnenzahl nicht ausgleichen konnte.

Englische und amerikanische Schiffe sind in diesem Jahre überhaupt fortgeblieben.

Der Postverkehr hat auch in diesem Jahre eine_Ansage ^

Steigerung erfahren. '

L. West Karolinen, Palan, Marionen.

I. Allgemeines.

Infolge der Beurlaubung des Kaiserlichen Bezirks­amtmanns in Jap wurden die West-Karolinen mit Palau und die Marionen seit April 1906 gemeinschaftlich ver­waltet. Am 1 . April 1907 erfolgte unter Aufhebung des Bezirksamts in Saipan die endgültige Vereinigung der Verwaltung der beiden Jnselgebiete zu einem Bezirksamte in Jap. Nach den bisherigen Erfahrungen hat sich diese Verwaltungsmaßnahme bewährt. Sie ermöglicht eine einheitliche Stellung zu wichtigen Fragen der wirtschaft­lichen Entwicklung, der Förderung der deutschen Sprache, der Arbeiterbeschaffung und der Eingeborenenpolitik. Für eine dauernde Aufrechterhaltung dieser Vereinigung wird es sich nicht umgehen lassen, dem Bezirksamtmann in Jap für die Vereisung seines Verwaltungsgebietes ein geeignetes Schiff zur Verfügung zu stellen. Im abgelaufenen Jahr mußte der leitende Beamte seine Bezirksbereisungen auf