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Anlage L XI.
Jahresbericht des Forstreferats für 1906.
L,. Forstbetrieb.
Am Ende des Rechnungsjahres war der Bestand der vom Forstreferat bewirtschafteten Forststationen und Gärten folgender:
Weißes Personal
Zus.
Ging
Pe
8
ebore
rsona
3
nes
l
s
L
Ä
1. Gouvernements-Gärten
Windhuk.
1 Obergärtner
2 Gärtner
3
10
—
10
2. Forstgarten Windhuk . .
1 Forstwart
1
8
4
12
3. Obstbaumschule Neudamm
1 Gärtner
1
6
2
8
4 Fornstation Brackwater
1 Gärtner
1
4
13
17
5. Forstgarten Okahandja. .
1 Botaniker
1 Gärtner
2
2
7
9
6. Försterei Osonna mit Kul-
turflächen Otjitua . . .
1 Forstaufseher
1
10
1b
2b
7. Försterei Ukuib ....
1 Forstaufseher
1
13
12
2b
Die Forststation Grootfontein wird von dem Bezirksamt Grootfontein durch einen Forstaufseher bewirtschaftet und entzieht sich daher der näheren Verwaltung und Beurteilung des Forstreferenten.
Über die einzelnen Stationen ist folgendes zu berichten:
1. Die Gouvernements-Gärten in Windhuk.
Der große Garten diente wie früher als Versuchsgarten. Das Nebstück wurde vergrößert und einige Laubengänge angelegt, da sich bei dem im Frühjahr eingetretenen Spätfrost hier sowohl wie in Okahandja gezeigt hatte, daß nur geschlossene Gänge infolge des Schutzes, den sie sich selbst geben, vom Frost verschont bleiben. Die Gartenbauer Klein - Windhuks wollen nach diesen Erfahrungen möglichst alle Reben in Laübengängen erziehen. Die Weinernte hatte dieselben Resultate wie im Vorjahre. Die Dattelpalmen trugen reichlich Früchte, pro Baum bis zu 4 Centnern. Die Bewässerungsanlagen wurden verbessert durch Anlagen von Fanglöchern für das Berieselungswasser.
Von den alten Weinstöcken wurden etwa 7000 Stecklinge geschnitten und in Beete gesetzt. Im Dezember traf von der Weinbauschule Geiseuheim eine größere Menge Weiustecklinge ein (etwa 30 Arten), von denen ein Teil hier, der größere Teil in Neudamm ausgepflanzt wurde. Es zeigte sich, daß der Boden des Gartens zum