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Anlage «. IV.
Schulberichte.
1. Bericht der Negierungsschule in Tanga.
Die Regierungsschule in Tanga hat im Berichtsjahre 1906/1907 durch die Einrichtung der Oberschule und des damit verbundenen Seminars eine weitere organische Ausgestaltung ihres Systems erhalten. Die Lehrkräfte bestanden aus dem Rektor, vier Lehrern, einem Handwerkslehrer und zeitweise aus einem eingeborenen Hilfslehrer. Sie umfaßt fünf mit Parallelabteilungen versehene Klassen in Jahreskursen, welche mit dem Kalenderjahr zusammenfallen. In den untersten Klassen 1—3 wurde von eingeborenen Lehrgehilfen, in den beiden obersten der 4. und 5. Klasse von dem deutschen Lehrer unterrichtet. Die Schülerzahl betrug 416, die Zahl der am deutschen Unterricht teilnehmenden Schüler 283.
Der Stundenplan umfaßt die Lehrfächer einer Elementarschule. Während eines Teils ihrer Freistunden wurden die Schüler vielfach mit Gartenarbeiten und Handlangerdiensten (beim Bau usw.) beschäftigt. 4 Schüler wurden ständig im Schreiben mit der Schreibmaschine ausgebildet und bei Abgabe durch neue Schüler ergänzt. Die von der Schule übernommene Beobachtung der meteorologischen Instrumente wurde unter Anleitung des deutschen Lehrers von den Schülern der Oberklassen ziemlich selbständig ausgeführt. Die Verwaltung und Registrierung der in der Schule untergebrachten, über 1500 Bände umfassenden und für die Deutschen in Tanga und Umgegend bestimmten Bibliothek wurde vierteljährlich abwechselnd von drei Schülern besorgt. Die Führung der Sparkassenbücher und -Konten der Ein- geborenen-Sparkasse wurde zwei weiteren zuverlässigen Schülern übertragen.
Der Schulbesuch war sehr regelmäßig.
Die Oberschule bezweckt Förderung weitergehender Kenntnisse und Fertigkeiten bei schon vorgebildeten, intelligenten Schülern, durch welche diese zu schätzenswerten Hilfsleistungen bei besseren Arbeiten, zur Übernahme von Vertrauensposten und -ämtern, zur korrekten und gewissenhaften Erfüllung der ihnen dabei übertragenen Pflichten und Obliegenheiten befähigt werden. Diese Schüler sollen nach ihren moralischen Qualitäten ausgewählt, allen bestehenden Schulen entnommen werden, so daß von vornherein eine gewisse Gewähr geboten ist, daß Mühe und Kosten ihrer weiteren Ausbildung an der Oberschule nicht umsonst sein werden.
Der zweijährige Kursus strebt in seinen Zielen hauptsächlich folgendes an:
Vervollkommnung in der deutschen Umgangssprache,
schöne geläufige Handschrift zum Anfertigen von Reinschriften,
Erhöhung der Rechenfertigkeit, insbesondere schnelles Auffassen und exakte Übungen in den täglich vorkommenden Rechenaufgaben und -operationen,
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Die allgemeine Schule.
Die Oberschule und das Seminar.