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Anlage v.ll.
Deutsch-Neu-Guinea.
Eine Anzahl Patres und Brüder sind seit dem 1. August 1904 dem Rufe nach einem anderen Arbeitsfelde in den holländischen Besitzungen gefolgt.
Die Zahl der Katholiken betrug am 1. August 1904 11 097.
V. Wirtschaftliche Unternehmungen.
Schwer betroffen wurde die Mission durch die Stran- durg des Motorschuners „Perle",
Das durch das Sägewerk an: Törin erzeugte Bauholz ist zum Teil im Schutzgebiet zum Verkauf gekommen, zum Teil hat es seine Verwendung in zahlreichen Bauten der Mission gefunden.
2. Kaiser Wilhelms!««-.
a) Jahresbericht der Rheinischen Mission in Neu-Guinea über den Zeitraum vorn 1. Januar 1904 bis 31. März 1905.
Das Missionspersonal der Rheinischen Mission in Neu-Guinea umfaßt zur Zeit 5 ordinierte Missionare und 4 Missionarsfrauen, die sich folgendermaßen verteilen:
Station Bogadjim: Missionar W. Diehl, verh.,
- Siar: - E. Weber, ledig,
- Ragetta: - H. Helmich, verh.,
- Bongn: - A. Hanke, verh.,
- - - Blum, verh.
Von den anwesenden Frauen kamen die Frauen der Missionare Diehl und Blum im November 1904 neu ins Land.
Der Gesundheitszustand während des Berichtsjahres war ein im ganzen recht ungünstiger. Am 21. Januar 1904 erlag der noch nicht 2 Jahre in der Arbeit stehende Missionar Ostermann auf Ragetta einem schweren Schwarzwasserfieber.— Auch der Senior unserer Rheinischen Mission, Missionar Bergmann-Siar, mußte wegen schwerer Erkrankung an Malaria im März 1904 das Land verlassen. Er reiste Erholung suchend nach Sydney und starb dort am 26. April. Ebenso mußte Missionar Hoffmann in Bogadjim das Land verlassen, nachdem er in Australien vergebens Erholung gesucht hatte.
Von dem Personal der Rheinischen Mission schieden somit im Berichtsjahre aus:
durch den Tod 2 Missionare — wegen Erkrankung 1 Missionar und 3 Missionarsfrauen,' im ganzen also 6 Personen.
Die regelmäßig prophylaktisch genommenen Chiningaben von 1 § jeden fünften Tag sind Wohl im Stande die Malariaerkrankungen herabzusetzen, aber eine vollständige Immunisierung — das hat die Erfahrung gelehrt — ist unerreichbar.
Der äußere Umfang des Gebietes der Rheinischen Mission ist derselbe geblieben wie im Vorjahre. Die Missionsleitung will vorläufig in erster Linie ihr Hauptaugenmerk auf den vier oben genannten Stationen auf Konzentrierung und Festigung der Arbeit gerichtet wissen.
Taufen haben im Berichtsjahre nicht stattfinden können.
Von allen Stationen aus wurden längere oder kürzere Reisen in das Hinterland unternommen. Die dabei gemachten Beobachtungen in bezug auf die Bevölkerung sind in den weitaus meisten Fällen, recht uner-