Samoa.
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Samoa.
I. Allgemeines.
Die Beziehungen zwischen der fremden und der ein- Verhältnis zu den Eingeborenen Bevölkerung beruhen, soweit sie geschäftlicher geborenen.
Natur sind, im wesentlichen auf der Kopraproduktion, die den Eingeborenen die Mittel gewährt, die bei den Händlern bezogenen Waren zu bezahlen. Im Anfang des Berichtsjahres stand Kopra auf dem Weltmarkt niedrig im Preise, so daß den Eingeborenen in Samoa nur 5 Pfennig für das Pfund Kopra gezahlt werden konnten. Bei ihrem Mangel an Verständnis für die inneren Gründe derartiger Preisbewegungen und ihrer Sucht, europäische Einrichtungen und Gebräuche nachzuahmen, erschien den Samoa- nern die von außen in sie hineingetragene Idee, das Kopra- und Warengeschäft selbst in die Hand zu nehmen und nach Art eines Konsumvereins eine Gesellschaft zum Verkauf von Kopra und Einkauf von Waren zu gründen, derart verlockend, daß sie sich einen großen Teil des Jahres hindurch mit Erörterungen über die Begründung einer solchen, „Oloa" genannten Gesellschaft beschäftigten.
Ein derartiges Unternehmen unter Samoanern ist aber angesichts der großen geschäftlichen Unerfahrenheit und Unznverlässigkeit und bei dem gegenseitigen Mißtrauen der Samoaner eine Unmöglichkeit. Da zu besorgen war, daß der Enthusiasmus für die „Oloa" störend auf deu Eingang der Kopfsteuer wirken könne, ist das Gouvernement nachhaltig bemüht gewesen, die Bevölkerung über die Undurchführbarkeit und das Zwecklose einer derartigen Unternehmung für sie aufzuklären. Die vorn Gouvernement ergriffenen Maßregeln haben im Verein mit dem allmählichen Steigen des Koprapreises den Erfolg gehabt, daß der Gedanke an die Begründung einer „Oloa" von den Samoanern fallen gelassen worden ist. Einige Häuptlinge, die sich in der Agitation für den törichten Plan zu Unbesonnenheiten hatten hinreißen lassen, sind bestraft worden. Die Gerüchte, daß Leben und Eigentum der Weißen gefährdet gewesen seien, sind unzutreffend.
Jnr Zusammenhang mit der Grundbuchanlegung Vermessungsweseu. wurden die sieben Fluren des ehemaligen Munizipali- tätsbezirks vermarkt und die Unterlagen für die Eintragung der Grundstücke beschafft. Die Detailvermessung wurde in Flur 2 nahezu beendet und die Polygonisie- rung auf die anderen Fluren ausgedehnt.
Die seismographischen, erdmagnetischen und meteoro- Observatorium in Muliuuu. logischen Beobachtungen wurden fortgesetzt. Der bisherige Beobachter wurde am 1. Januar abgelöst, verblieb aber noch einige Zeit im Schutzgebiet und unterzog sich der Aufgabe, die meteorologischen Gouvernementsstationen auf Upolu und Savaii zu bereisen, die Instrumente sachgemäß